Melange: Aus für Grassers Sozialfonds

25. November 2008, 18:41
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Still und leise wurde am 3. Oktober eine Institution abgewickelt, die es in den vier Jahren ihrer Existenz immerhin zu Berühmtheit gebracht hatte

Still und leise wurde am 3. Oktober eine Institution abgewickelt, die es in den vier Jahren ihrer Existenz immerhin zu Berühmtheit gebracht hatte: der gemeinnützige "Karl-Heinz Grasser Sozialfonds". Der war 2004 (aus Vortragshonoraren und von nicht genannten Spendern gespeist) gegründet worden, nachdem Grasser samt Homepage und Verein "New Economy" (von der Industriellenvereinigung finanziert) unter Beschuss geraten war. Anfang 2004 legte Grasser die Geldflüsse auch des Sozialfonds doch offen.

Gestartet ist dieser Fonds für "mildtätige Zwecke" laut Notar Christian Mayer (war Funktionär) mit 40.000 Euro aus "Spenden diverser Unternehmen und Großfirmen". Bis Sommer 2008 wurden rund 70.000 Euro ausgeschüttet - "jetzt ist kein Geld mehr da, der Fonds wurde daher aufgelöst". Wo das Geld hinfloss? "In medizinische und psychologische Therapien für Kinder und an Institutionen, die in dem Bereich aktiv sind", sagt Mayer. Verwaltungskosten habe es übrigens nicht gegeben, alles ehrenamtlich. Grasser-Sprecher Manfred Lepuschitz: "Grasser spendet nur noch als Privatperson." (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 26.11.2008)

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