RAU: Dreifaltigkeit

25. November 2008, 18:21
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Finanz- ministerium: Spielchen statt Top-Experten

Im Finanzministerium sitzen nunmehr: Josef Pröll, vormals Bauernbund-Direktor, Mitarbeiter des Landwirtschaftsministers und zuletzt Landwirtschaftsminister. Ferner als Staatssekretär „Schwarz“ Reinhold Lopatka, vormals ÖVP-Wahlkampfleiter und Sportstaatssekretär und als Staatssekretär „Rot“ Andreas Schieder, vormals außenpolitischer Sprecher der SPÖ im Parlament.

Na gut, es gibt ja auch noch die bewährten Spitzenbeamten, die kennen sich aus, werden manche sagen. Die haben ja auch andere Ahnungslose (Grasser) über die Runden gebracht. Aber wir kommen jetzt in ernste Zeiten. Barack Obama z. B. nimmt sich einen Top-Notenbanker als Finanzminister. Wir hingegen wählen den Weg der Aufblähung. Wenn Pröll schon alle Hände voll zu tun hat, um in Regierung und eigener Partei zu überleben, dann hätte er einen Top-Experten zur Entlastung holen müssen; und wenn Faymann wissen will, was im Finanzressort vorgeht, dann hätte er gleichfalls einen Auskenner schicken müssen. Stattdessen betreiben wir in der größten Finanzkrise seit 1929 Spielchen mit einer seltsamen parteipolitischen Dreifaltigkeit. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.11.2008)

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