Toro Rosso 100 Prozent Red Bull

25. November 2008, 17:43
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Gerhard Berger verkaufte seine Anteile, Tiroler hatte 2006 Hälfte des Rennstalls erworben - Mateschitz will Zweit-Team abstoßen

Wien  - Die Scuderia Toro Rosso steht wieder zu 100 Prozent im Eigentum von Red Bull. Gerhard Berger hat seinen 50-prozentigen Anteil, den er 2006 erworben hatte, wieder an den Getränkehersteller veräußert. Das gab der Konzern am Dienstag bekannt. Der Rennstall werde allerdings weiterhin Partner bei Bergers Logistik-Unternehmen bleiben.

"Ich bin Gerhard sehr dankbar für seinen enormen Input. Zusammen haben wir Toro Rosso zu einem Team gemacht, das sich ab 2008 regelmäßig in den Top Ten qualifizierte und WM-Punkte sammelte", sagte Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Tatsächlich hatte sein Zweitteam durch den Deutschen Sebastian Vettel in Monza sogar den ersten Sieg in der Königsklasse eingefahren. Red Bull hatte das Team 2005 von Minardi übernommen, aus den Nachzüglern wurde eine durchaus erfolgreiche Euqipe. Mit 39 Punkten hatte sich Toro Rosso in der abgelaufenen Saison als Sechster der Konstrukteurs-Wertung sogar vor dem Schwesternteam Red Bull Racing klassiert.

"Ich scheide aus, werde keine Funktion mehr haben", erklärte der 49-jährige Berger. Das neue Reglement ließe für Toro Rosso kaum Raum für weitere Fortschritte zu. Daher sei die Entscheidung zum Rückverkauf an Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ein logischer Prozess gewesen. "Didis Hauptaugenmerk muss sich mehr auf Red Bull Racing richten. Daher wird die Unterstützung für Toro Rosso nicht mehr in diesem Maße vorhanden sein, um weiter nach oben zu kommen", sagte Berger.

Derzeit kommen zahlreiche Teile des Boliden von der Firma Red Bull Technologies, das wird aufgrund der Bestimmung wonach Kundenautos nicht erlaubt sind, künftig nicht mehr möglich sein. Mateschitz hat daher vor, seinen zweiten Rennstall zu verkaufen. "Dazu hat er nun wieder alle Möglichkeiten, er kann alleine entscheiden. Das macht ihm die Sache sicherlich leichter", so Berger.

In die Fahrersuche für die kommende Saison hatte sich Berger zuletzt nicht mehr aktiv eingebracht. Nach dem Abgang von Vettel zu Red Bull werden dessen bisheriger Teamkollege, der Franzose Sebastien Bourdais, sowie der Schweizer Sebastien Buemi favorisiert. Die endgültige Entscheidung liegt bei Mateschitz sowie dem Tiroler Teamchef Franz Tost.

 

 

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