Kohlendioxid in der Atmosphäre erreicht neuen Höchststand

25. November 2008, 16:57
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CO2-Konzentration stieg im Jahr 2007 um 0,5 Prozent auf 383 ppm - Montréal-Protokoll von 1987 zeigt sich dagegen wirksam

Genf - Die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) stieg im Jahr 2007 nach UN-Angaben um 0,5 Prozent - die sei ein neuer Höchststand von 383 ppm (Teile pro Million Teile Luft). Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO) in einem am Dienstag in Genf veröffentlichten Report.

Damit habe sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit Mitte des 18. Jahrhunderts um 37 Prozent erhöht. "Kohlendioxid allein ist verantwortlich für 90 Prozent der Steigerung des Treibhauseffekts in den vergangenen Jahren", meinte WMO-Forscher Geir Braathen.

Auch die Konzentrationen von anderen Treibhausgasen wie Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) seien im Jahr 2007 auf neue Höchststände gestiegen, sagte der Experte. Die Erwärmungseffekt aller langlebigen Treibhausgase habe im Jahr 2007 im Vergleich zu 2006 um 1,06 Prozent zugenommen. Die Daten für die Entwicklungen im Jahr 2008 werden im Frühjahr des kommenden Jahres erwartet.

Wirksames Montréal-Protokoll

Positiv seien die Auswirkungen des 1987 unterzeichneten Montréal- Protokolls zu bewerten, das eine Reduzierung von Produktion und Verbrauch von Ozon-schädlichen Substanzen festlegte. Die dort genannten FCKW schädigen die Ozonschicht und sind zugleich Treibhausgase, die das Klima erwärmen. Die Erfolge des Montréal- Protokolls werden den Treibhauseffekt bis 2010 um das Fünffache stärker reduzieren als die Ziele des Kyoto-Protokolls es möglich machen.

Die WMO dokumentiert den ansteigenden Trend des Treibhausgas- Ausstoßes seit der industriellen Revolution. Seit 2004 veröffentlicht die Organisation jährlich einen Bericht zur Entwicklung der Treibhausgase. (APA/red)

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    Laut UN-Angaben hat sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit Mitte des 18. Jahrhunderts um 37 Prozent erhöht.

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