Japaner tötete früheren Vize-Minister aus Rache für toten Hund

25. November 2008, 16:03
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Zehn weitere Ex-Beamte auf Todesliste des 46-Jährigen

Tokio - Angeblich aus Rache für den Tod seines Hundes vor 30 Jahren hat ein Japaner einen früheren Vize-Minister und dessen Frau getötet. Wie Sozialminister Yoichi Masuzoe am Dienstag in Tokio mitteilte, wollte Takeshi Koizumi ursprünglich zehn Menschen umbringen. Auf einer Todesliste des 46-Jährigen hätten frühere Mitarbeiter des Ministeriums und der Rentenbehörden gestanden. Koizumi war bereits am Sonntag festgenommen worden, nachdem er mit einem blutverschmierten Messer zur Polizei gegangen war und sich zu den blutigen Angriffen bekannt hatte. "Ich wollte noch mehr Menschen töten", sagte der Messerstecher nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji Press.

Der frühere Vize-Sozialminister und seine Frau waren bereits in der vergangenen Woche in ihrem Haus in Saitama nördlich von Tokio ermordet worden. Die Frau eines weiteren Vize-Ministers wurde an ihrer Haustür mit einem Messer verletzt. Nach Medienberichten wurde an dem bei Koizumi sicher gestellten Messer das Blut der Opfer gefunden, die Polizei hat dies bisher nicht bestätigt. Laut Jiji Press war der Messerstecher wütend über den Tod seines Hundes, der vor 30 Jahren eingeschläfert worden war. Er habe sich geschworen, sich an den Gesundheitsbehörden zu rächen, sobald er erwachsen sei. (APA/AFP)

 

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