NÖ Mobilfunkpakt: Mehrfachnutzung bestehender Masten bei 65 Prozent

25. November 2008, 14:12
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VPNÖ-Klubobmann Schneeberger: 32 Handymasten seit Oktober 2005 abgebaut - Von 71 neu gebauten Masten seither werden 40 mehrfach genutzt

Der im Oktober 2005 beschlossene NÖ Mobilfunkpakt hat sich für VPNÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger bewährt. 32 Handymasten wurden in Niederösterreich abgebaut, dieser Teil der Vereinbarung sei nun abgeschlossen. Auch das Ziel, das Verhältnis der bestehenden einfach genutzten zu den mehrfachen genutzten Masten von zwei Drittel zu ein Drittel umzukehren, sei erreicht worden, so Schneeberger bei einer Pressekonferenz in St. Pölten am Dienstag.

32 Masten abgebaut

2005 gab es in Niederösterreich 1.260 Handymasten, davon waren 800 einzeln und 460 mehrfach genutzt. 32 Masten wurden seither abgebaut, nunmehr seien 433 einzeln genutzt, 795 mehrfach. Am Ende des dritten Jahres des Mobilfunkpakets würden 65 Prozent der Masten mehrfach genutzt werden, 2007 seien es noch 57 Prozent gewesen. "335 neue Masten wurden eingespart", so Schneeberger.

80 Prozent bei Mehrfachnutzung anvisiert

Bei einem erforderlichen Neubau von Mobilfunkmasten soll mittelfristig die Mehrfachnutzung bei 80 Prozent liegen. Seit 2005 wurden 71 neue Masten gebaut, davon seien 40 mehrfach genutzt. "Aufgrund unterschiedlicher Ausbauprogramme und regionaler Schwerpunkte kann der UMTS-Ausbau nicht überall gleichzeitig erfolgen, weshalb hier das volle Potenzial noch nicht ausgeschöpft wurde. Daher kam es trotz der guten Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und den Mobilfunkbetreibern bei neu gebauten Masten zu einem Rückgang des Mehrfachnutzungsanteils auf 56 Prozent", heißt es im Mobilfunkpakt-Jahresbericht. 2007 lag dieser Wert bei 70 Prozent. Im Zuge des UMTS-Ausbaus werde aber davon ausgegangen, dass der Anteil mittelfristig das Vorjahresniveau übersteigen werde.

Vorreiterrolle

344 Gemeinden sind der Vereinbarung beigetreten, denen damit Mitwirkungsmöglichkeit bei neu zu errichtenden Mobilfunkstandorten gegeben ist. Positiv äußerten sich auch Vertreter der Mobilfunkbetreiber zu dem Pakt. Niederösterreich habe damit eine Vorreiterrolle gewählt, meinte etwa Christian Laque von T-Mobile. Ulrich Rokita von Mobilkom Austria hob den Abbau der 32 Masten hervor und sprach von einer guten Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich. (APA)

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