Neue Therme für das Burgenland

25. November 2008, 13:34
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St. Martins Therme am Neusiedler See soll 450.000 Gäste locken - 83,2 Mio. Euro investiert - 200 Arbeitsplätze entstehen

Illmitz - Der Arbeitstitel "Seewinkeltherme" ist ab sofort Geschichte - ab November 2009 soll die St. Martins Therme und Lodge am Standort Frauenkirchen (Bezirk Neusiedl am See) naturbegeisterte Gäste locken. Im fünften Jahr ihres Bestehens wird mit bis zu 450.000 Tages- und Aufenthaltsgästen jährlich gerechnet, erklärte Vamed-Generaldirektor Ernst Wastler heute, Montag, bei einer Pressekonferenz im Nationalpark-Informationszentrum in Illmitz.

Ein "hochemotionales" Produkt soll mit dem neuen Resort angeboten werden, so Wastler. Die Lage am Rande des Weltkulturerbes biete eine einzigartige Chance für die Positionierung. Entstehen werden hier neben der Therme ein Hotel mit 300 Betten sowie 200 Arbeitsplätze. Auf einer eigens geplanten "Sunset Terrasse" können die Besucher künftig den Sonnenuntergang am Neusiedler See genießen, verspricht der vorgestellte Imagefilm. Angesprochen sollen sich all jene fühlen, die Natur erleben und zur Ruhe kommen wollen.

Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf 83,2 Mio. Euro, so WiBAG-Direktor Peter Schmitl. 49 Prozent des Unternehmens werden vom Athena Fonds gehalten, jeweils 24,5 Prozent von einer WiBAG-Enkeltochter sowie 13 Gemeinden der Region. Zwei Prozent hält ein privater Investor. Der Leitbetrieb soll ein touristisches Zugpferd in der Region werden, erklärte Schmitl.

Das Einzugsgebiet der neuen Therme sei mit Wien, der Slowakei und Ungarn sehr groß und verfüge laut Wastler über 3,5 Mio. Einwohner als Gästepotenzial. Eine Konkurrenz mit den bestehenden Thermen im Burgenland befürchte man nicht aufgrund der Positionierung in der Landschaft im burgenländischen Seewinkel nicht.

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (S) spricht von einem "sensationellen Projekt". Jahrelang wurden die 30 Hektar, auf denen die Therme entsteht, als Schottergrube geführt. Das neue Projekt stelle auf alle Fälle eine Qualitätsverbesserung für die Umwelt dar. "Das Burgenland setzt einen weiteren Schritt in Richtung Gesundheitstourismus und Ganzjahresdestination", so Niessl. Er geht davon aus, dass das Burgenland nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Therme das mittelfristige Ziel von 3,5 Mio. Nächtigungen erreichen werde. Auch Landesrätin Michaela Resetar (V) sieht im neuen Resort keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu den burgenländischen Thermen.

Die mitunter schwierige Standortsuche für die neue Tourismusdestination erfolgte in den Jahren 2003 bis 2005. Nach den Bohrungen und der Gründung einer Investorengruppe erfolgte im September des Vorjahres der Spatenstich zu dem Projekt. Die Gleichenfeier wurde heute, Montag, auf der Baustelle gefeiert. Rechtzeitig zu Martini 2009 ist die Eröffnung der neuen Therme geplant. (APA)

  • So soll die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen einmal aussehen. Eröffnet wird 2009.
    foto: st.martins therme & lodge

    So soll die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen einmal aussehen. Eröffnet wird 2009.

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