Klub-Präsidenten vs Berlusconi

25. November 2008, 13:32
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Italiens Regierung will Anti-Gewalt-Maßnahmen in Stadien trotz Appells mehrerer Klubchefs nicht lockern

Rom - Die italienische Regierung will die strengen Anti-Gewalt-Maßnahmen nicht lockern, wie es die Präsidenten einiger Spitzenclubs fordern. "Viele Clubchefs machen Druck auf die Regierung für eine Einschränkung der Anti-Gewaltregeln, doch wird diese nicht nachgeben, weil die Vorschriften funktionieren. In den letzten Monaten ist die Zahl der Krawalle stark rückgängig. "Ich sehe nicht ein, warum wir weitere Unfälle für wenige Zuschauer mehr in den Stadien riskieren sollen", sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni.

Vieles habe sich in Italien zum Positiven gewendet. "Wir müssen noch viel machen, doch Italien steht nicht mehr an der Spitze der Liste der Länder mit den gewalttätigsten Fans", so der Innenminister. Er berichtete, dass ab dem kommenden Jahr eine Fankarte eingeführt werden soll, um die Gewalt im italienischen Fußball zu bekämpfen. Damit möchte man die Tifosi enger an ihren Klub binden und zugleich die Hooligans ausgrenzen.

Der Geschäftsführer des AC Milan, Adriano Galliani, hatte vergangene Woche für das Ende des Reiseverbots für Fans bei einigen als gefährlich eingestuften Spielen plädiert. Die Stadien seien oft leer, dadurch würden schwere Verluste für die Klubs entstehen. Auch Liga-Chef Antonio Matarrese machte: sich für ein Ende der Maßnahmen stark: "Der Fußball muss zur Normalität zurückfinden. Schluss mit den Einschränkungen! Die Mannschaften wollen nicht mehr in halbleeren Stadien spielen, außerordentliche Zustände dürfen nicht normal werden", so Matarrese. (APA)

 

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