Kenia befürchtet Ölkatastrophe bei Befreiung von Supertanker

25. November 2008, 13:13
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Einsatzkräfte üben für Notfall - Gefahr für Nationalparks und Touristenstrände

Nairobi - Im Fall des von Piraten gekaperten Öltankers "Sirius Star" bereiten sich die kenianischen Behörden auf den Kampf gegen einen Ölteppich vor. Bereits seit Tagen übten die Einsatzkräfte der Seefahrtsbehörden für den Fall, dass der mit rund zwei Millionen Barrel Rohöl beladene Supertanker bei einer möglichen Befreiungsaktion beschädigt werde, sagte der für Umweltverschmutzung zuständige General der kenianischen Hafenaufsicht, Geoffrey Namadoa, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Nationalparks an der Küste bedroht

Eine Ölkatastrophe würde die Nationalparks an der kenianischen Küste nördlich der Hafenstadt Mombasa sowie die Touristenstrände bedrohen, sagte Namadoa. Der Tourismus in Kenia ist eine der Hauptquellen für ausländisches Geld und Arbeitsplätze. Eine weitere Notfallübung solle noch in dieser Woche stattfinden, sagte Namadoa. An einem möglichen Einsatz sollen demnach neben der Hafenaufsicht, die Seefahrtspolizei, die Marine sowie die kenianischen Ölgesellschaften beteiligt sein.

Der saudi-arabische Supertanker "Sirius Star" war am 15. November im Indischen Ozean gekapert worden und ankert derzeit im Küstengebiet vor der somalischen Piratenhochburg Harardhere. Die Piraten fordern rund 20 Millionen Euro Lösegeld. Islamistische Rebellen in Somalia hatten damit gedroht, den Tanker anzugreifen. (APA/AFP)

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