Prudlo kritisiert Regierung

25. November 2008, 17:23
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Vereinigung der Fußballer wählte Spielervertreter - Gewerkschaftsvorsitzender: "Sport wieder nur Anhängsel eines Ressorts"

Wien - Die Spielervertreter der heimischen Fußball-Vereine haben auf einer zweitägigen Sitzung in Wien ihre neuen Vertreter in der Spielergewerkschaft (VdF) gewählt. Die Gewerkschafter nützen ihr Treffen aber auch dazu, an der neuen Regierung Kritik zu üben. "Wieder wird der Bereich Sport einem Ressort nur als Anhängsel zugeordnet", sagte der VdF-Vorsitzende Oliver Prudlo zu der Entscheidung der Koalition, die wichtigste Nebensache der Welt künftig dem Verteidigungsministerium unterzuordnen.

"Vielleicht meinen die Verantwortlichen ja mit dieser Konstellation das Defensiv-Verhalten unseres Nationalteams verbessern zu können", ätzte der frühere Profi-Kicker. Der Sport habe in der Gesellschaft sowohl wirtschaftlich als auch sozial- und gesundheitspolitisch herausragende Bedeutung. "Ein eigenes Sportministerium wäre angesichts der Masse an Österreichern, die am Sport aktiv oder passiv teilhaben durchaus angemessen gewesen", meinte der VdF-Chef.

Die interne VdF-Wahl brachte folgendes Ergebnis: Für die tipp3-Bundesliga sind der Rapidler Hannes Eder und der Altacher Dennis Mimm zu Spielersprechern bestimmt worden. Aus der ADEG-Erste-Liga übernehmen diese Funktion Dietmar Berchtold vom Aufsteiger SV Grödig und der Admira-Stürmer Günter Friesenbichler sowie aus dem Amateurbereich Gernot Baumgartner (SV Schwechat) und Harald Suchard (SC Sollenau).

In der zweitägigen Sitzung beschäftigte sich der VdF-Vorstand u.a. mit rechtlichen Fragen um den Kollektiv-Vertrag, über Versicherungen sowie Weiterbildung für Profispieler. Bundesliga-Vorstand Georg Pangl setzte abermals ein klares Zeichen für die Kooperation zwischen der Liga und der VdF und stellte sich in der Sitzung einer mehrstündigen Diskussion. (APA)

 

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