Damit Schuldemokratie kein Schlagwort ist

25. November 2008, 13:01
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Der überparteiliche Verein "Coole Schule" kritisiert "Versäumnisse der letzten Jahre"

Wien - "Wir wollen, dass Schüler in allen Schulen mitbestimmen können", sagt Igor Mitschka (17) Vorstandsmitglied und Vereinsobmann von "Coole Schule".

Der überparteiliche Verein hat sich als Ziel gesetzt die Ohren der Parteien für Interessen von Schülern zu öffnen und ihnen Fehler in ihrer Politik aufzuzeigen.

Mitschka sieht, dass die Forderungen des Vereins bei den Politikern - quer durch die Parteien - als "freundlich" empfangen werden. "Aber dass sie uns wirklich ernst nehmen und sich für unsere Forderungen einsetzen, kommt leider nur selten vor. Die meisten versprechen einfach alles, ohne dann auch die Umsetzung anzugehen."

Die Anliegen des österreichweit tätigen Vereins reichen von einer besseren pädagogischen Ausbildung für Lehrer, maximal 20 Schüler in den Klassen, einer verbalen Beurteilung zusätzlich zu Ziffer-noten, Schulpsychologen an allen Schulen, bis hin zu der Einführung der Gesamtschule in Österreich.

Schuldemokratie soll gelebt werden und "nicht nur ein Schlagwort" bleiben. Für mehr Mitbestimmung spricht für den Verein "Coole Schule": Es fördere u. a. das "Wählen gehen" und die "Übernahme von Verantwortung".

Um das umzusetzen, brauche es bloß den politischen Willen, doch in dem Punkt blickt er recht skeptisch in die Zukunft. Es bleibe "abzuwarten", meint Mischka. Er hoffe, dass sich die Regierung "zusammenreißt und arbeiten" wird, denn in den letzten Jahren wurde er sehr "enttäuscht": "In der Schule ist wenig weitergegangen. Gerade in der Stärkung der Mitbestimmung wurden keine Fortschritte erzielt. Es wäre dringend an der Zeit die Versäumnisse der letzten Jahre nachzuholen." (pep/DER STANDARD, 25.11.2008)

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