Plassnik und Rice: Mehr Frauen in UNO-Friedensmissionen

25. November 2008, 12:51
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Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon - Frauenanliegen müssen stärker berücksichtigt werden

Wien - Außenministerin Ursula Plassnik und US-Außenministerin Condoleezza Rice haben mit einem gemeinsamen Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon appelliert, Frauenanliegen in UNO-Friedensmissionen stärker zu berücksichtigen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Außenministeriums. "Die aktive und gleichberechtigte Mitarbeit von Frauen an internationalen Friedensmissionen ist auch im 21. Jahrhundert immer noch keine Selbstverständlichkeit", so Plassnik.

Überprüfungskatalog

Während Österreichs EU-Präsidentschaft 2006 habe Plassnik einen Überprüfungskatalog erarbeitet, der sicherstelle, dass frauenspezifische Anliegen in der Vorbereitung und Durchführung von Friedensmissionen stärker berücksichtigt werden. Nun habe man Ban vorgeschlagen, "dieses Erfolgsmodell auch für UNO-Friedensmissionen zu nutzen", so die Außenministerin. Den UNO-Generalsekretär bezeichnete Plassnik als "starken Verbündeten in unserem Einsatz für die volle Einbindung von Frauen".

So habe er seit dem Wiener Treffen des "Women Leaders Network" vom Mai 2007 bereits acht Frauen mit Führungspositionen für Konfliktregionen betraut. Dazu kämen die oberste Juristin der UNO, Patricia O´Brien, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, die stellvertretende Leiterin der UNO-Polizei, Ann-Marie Orler und die österreichische Richterin Renate Winter als Präsidentin des Sondergerichtshofs für Sierra Leone. (APA)

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    Ursula Plassnik und Condoleezza Rice haben mit einem gemeinsamen Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon appelliert, Frauenanliegen in UNO-Friedensmissionen stärker zu berücksichtigen.

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