Regierungsprogramm sorgt für gemischte Gefühle

25. November 2008, 12:06
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"Leider kein ambitioniertes Programm" - Es fehle "an allem, was konkret sein könnte" - Kritik an Studieneingangsphasen und fehlendem Budgetplan

Wien - Mit gemischten Gefühlen hat die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) am Montag auf das Regierungsprogramm reagiert. "Leider ist es kein ambitioniertes Programm geworden", wie in anderen Bereich fehle es "auch bei der Bildung und Wissenschaft an allem, was konkret sein könnte", meinte der ÖH-Vorsitzende Samir Al-Mobayyed in einer Aussendung. Neben einigen kritischen Punkten könne man aber auch einigen Ansätzen "durchaus Positives" abgewinnen.

Kritik an Studieneingangsphasen

Die ÖH vermisst eine "Zusage für eine längst überfällige Aufstockung der Hochschulbudgets". Besonders kritisieren die Studentenvertreter das Weglassen der Jahresangabe für das angepeilte Ziel "zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für den tertiären Bildungssektor". "Wir bezweifeln weiters, dass das tatsächliche Potenzial von Effizienzsteigerungen und Einsparungspotenzialen wirklich den gewünschten finanziellen Nutzen bringen wird", so der ÖH-Vorsitzende. Kritik übte die ÖH weiters an der nur über Ausnahmeregelungen vollzogenen Abschaffung der Studiengebühren und den verschiedenen Maßnahmen zur Senkung der Drop-out-Raten, darunter die Studieneingangsphasen.

Freude über bessere Beratung

Erfreut zeigte sich die ÖH laut Mitteilung hinsichtlich der geplanten Maßnahmen, "dem Bolognaprozess auch auf dem Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen". Der Bachelor müsse im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft als vollwertiger akademischer Abschluss anerkannt werden, daran führe kein Weg vorbei. Ebenfalls auf Wohlgefallen treffen die Vorschläge zur besseren Verbindung vom sekundären zum tertiären Bildungssektor sowie eine bessere Beratung vor dem Studium. (APA)

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