Großbritannien räumt bei den Emmys ab

25. November 2008, 14:03
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Sieben von zehn Auszeichnungen - Unter den Siegern waren die Krimiserie "Life on Mars" und "Shaun the Sheep" - Kein Preis für Markovics

New York - Bei der 36. Verleihung der begehrten Emmy-Preise für internationale Film- und Fernsehproduktionen haben die Briten in diesem Jahr sieben von zehn Auszeichnungen ergattert. Vor rund 1.000 Zuschauern wurden bei der feierlichen Gala am Montagabend in New York unter anderem die Krimiserie "Life on Mars" ("Gefangen in den 70ern") sowie die von den Machern der Trickfiguren "Wallace and Gromit" produzierte Kinderserie "Shaun the Sheep" ("Shaun das Schaf") ausgezeichnet.

Markovics ging leer aus

Keinen Preis gab es für den österreichischen Schauspieler Karl Markovics, der für seine Leistung als Briefbombenattentäter in dem Film "Franz Fuchs - Ein Patriot" in der Kategorie "Bester Schauspieler" in einem ausländischen TV-Film für einen Emmy nominiert war. Den Sieg holte sich auch in dieser Kategorie ein Brite, David Suchet, für sein Porträt des 1991 unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen britischen Großverlegers und Milliardenbetrügers Robert Maxwell in einer BBC-Produktion.

"The Big Donor Show"

In der Kategorie Unterhaltung siegte die Produktion "The Big Donor Show" der niederländischen Endemol. Die fiktive Reality-Show über eine angeblich an einem Hirntumor leidende Frau, bei der sich Nierenkranke um eine Organspende bewerben sollten, hatte im vergangenen Jahr einigen Staub aufgewirbelt. Ausgezeichnet wurde auch die britische Sitcom "The I.T. Crowd" (Channel 4), in der es um die beruflichen und privaten Probleme eines schrägen Technikerteams geht.

Emmys nach Argentinien und Jordanien

Erstmals überhaupt gingen in diesem Jahr auch Internationale Emmys nach Argentinien und Jordanien: Das argentinische Politdrama "Television por la identidad" wurde "bester TV-Film". In der Kategorie Telenovela siegte die jordanische Serie "The Invasion", die eine palästinensische Liebesgeschichte während der israelischen Militäroperationen 2002 erzählt.

Der Internationale Emmy Award wird seit 1969 jährlich von der International Academy of Television Arts & Sciences an nicht-amerikanische Fernsehproduktionen verliehen. Dieses Jahr waren 40 Filme oder Serien aus 16 Ländern für die Endausscheidung nominiert. (APA/AFP/dpa)

  • "Life on Mars -  Gefangen in den 70ern" mit einem Emmy ausgezeichnet.
    foto: kudos film and television ltd

    "Life on Mars - Gefangen in den 70ern" mit einem Emmy ausgezeichnet.

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    Karl Markovics ging für seine Rolle als Franz Fuchs leer aus.

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    David Suchet darf sich statt Markovics als "Bester Schauspieler" in einem ausländischen TV-Film freuen.

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    Die Endemol-Produktion "The Big Donor Show" wurde prämiert.

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