ECO Business mit Gewinneinbruch

25. November 2008, 09:07
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Die Business-Immobilien AG hat die Vermietungserlöse in den ersten neun Monaten 2008 gesteigert, das Konzernergebnis war dennoch negativ

Die an der Wiener Börse notierte ECO Business-Immobilien AG hat die Vermietungserlöse in den ersten neun Monaten 2008 gesteigert. Die Finanzkrise wirkte sich dagegen deutlich negativ auf die Ergebnisentwicklung aus. Trotz eines Anstiegs der Vermietungserlöse um 55 Prozent auf 55,4 Mio. Euro, war das Konzernergebnis mit -16,8 Mio. (Vorjahresperiode: +20,2 Mio.) Euro negativ. Der Gewinn je Aktie verringerte sich dementsprechend von +0,73 Euro auf minus 0,49 Euro, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung von heute, Dienstag, hervor.

Die weitere Entwicklung der Finanzmärkte wie auch die Auswirkungen auf die Realwirtschaft seien derzeit schwer einschätzbar. ECO Business rechnet daher mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld für das restliche Geschäftsjahr 2008. Angesichts der Entwicklung im dritten Quartal 2008 erwartet der Vorstand, dass die Ertragszahlen heuer im Gesamtjahr " deutlich unter dem Niveau des Jahres 2007 zu liegen kommen" - trotz steigender Vermietungserlöse, "insbesondere aufgrund fehlender Neubewertungsergebnisse". Beim Cash-Ertrag werde unverändert ein positives Ergebnis erwartet.

Ursache für den Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten sei insbesondere eine marktbedingte Abwertung des Immobilienportfolios in der Höhe von rund 2 Prozent gewesen. Der Netto-Cash-Ertrag (FFO nach Zinsen und Steuern, inkl. Wertberichtigung) sei mit 6 Mio. Euro jedoch trotz des herausfordernden Umfelds positiv gewesen.

Marktbedingte Abwertung

Die marktbedingte Abwertung des Portfolios sowie außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Rückabwicklung einer Immobilientransaktion im zweiten Quartal 2008 ließen die Ertragskennzahlen einstürzen. Das Betriebsergebnis (EBIT) schrumpfte in den ersten drei Quartalen von 40,8 auf 7,5 Mio. Euro. Das Finanzergebnis sei mit -32,9 Mio. Euro aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens negativ gewesen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verschlechterte sich von +27,3 auf -25,4 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern war mit -18,7 Mio. Euro (Vorjahresperiode: +20,4 Mio. Euro) ebenfalls negativ.

Die Vermietungserlöse wurden heuer in den ersten neun Monaten auf 55,4 Mio. Euro gesteigert. Diese positive Entwicklung sei insbesondere auf die Akquisitionen im letzten Jahr sowie das effektive Asset Management von im Bestand befindlichen Immobilien zurückzuführen. Der Transaktionsmarkt für Business-Immobilien sei im dritten Quartal 2008 fast vollkommen zum Erliegen gekommen. ECO erzielte in diesem Umfeld in den ersten drei Quartalen nur noch Verkaufsgewinne von 3,6 Mio. (Vorjahresperiode: 6,0 Mio.) Euro. Die Verkaufserlöse lagen dabei um rund 25,8 Prozent über den bilanzierten IFRS-Werten.

Der Net Asset Value (NAV) je Aktie reduzierte sich vor allem aufgrund der Abwertungen gegenüber der Vorjahresperiode von 12,04 auf 11,83 Euro je Aktie. Der adaptierte NAV lag bei 12,06 Euro je Aktie.

Leerstandsrate reduziert

Das Immobilienportfolio von ECO setzte sich zum 30. September 2008 aus 123 Objekten im Wert von 1,1 Mrd. Euro zusammen. Die Leerstandsrate sei im Vergleich zum 1. Halbjahr reduziert worden. Die operative Entwicklung des Immobilienportfolios stelle somit den Angaben zufolge keinen Grund für die Abwertungen dar.

Auch im FFO (Funds from Operations), der Aufwertungsgewinne und unbare außerordentliche Aufwendungen unberücksichtigt lässt, spiegeln sich laut ECO Business das gegenüber dem Vorjahreszeitraum höhere Zinsniveau und das höhere Finanzierungsvolumen wider. Der Netto-Cash-Ertrag (FFO nach Zinsen und Steuern, inklusive Wertberichtigung) war mit 6,0 Mio. Euro dennoch deutlich positiv (Vorjahr: 13,4 Mio. Euro). Positiv wirkte sich vor allem die operative Entwicklung des Unternehmens aus, so dass der FFO vor Zinsen und Steuern mit 39 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 27,4 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte.

Die Eigenkapitalquote belief sich zum Berichtsstichtag auf 36 Prozent und der Loan-to-Value (LTV) auf 63 Prozent. Die Höhe der Fremdfinanzierungen gegenüber Banken und Versicherungen beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 685 Mio. Euro, wovon rund ein Drittel gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert war. Das durchschnittliche Zinsniveau betrug 5,60 Prozent. (APA)

 

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    Eine marktbedingte Abwertung des Immobilienportfolios drückt auf das Ergebnis.

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