200.000 Menschen leben aus Angst im Busch

24. November 2008, 22:37
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Aus Furcht vor Rebellen und Soldaten verstecken sich die Menschen laut UN-Angaben im Busch

Kibati - Aus Angst vor Rebellen und Soldaten leben im umkämpften Osten der Demokratischen Republik Kongo nach UN-Angaben seit einer Woche mehr als 200.000 Menschen im Busch. Wie die UN-Mission im Kongo (MONUC) am Montag mitteilte, stammen die Flüchtlinge zu einem großen Teil aus den Ortschaften Kanyabayonga, Kayna und Kirumba rund 100 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Goma.

Die Bewohner fürchteten, dass die Rebellen des Tutsi-Generals Laurent Nkunda die Orte einnehmen könnten, hieß es. Außerdem fürchteten sie sich vor Übergriffen der kongolesischen Regierungstruppen. Die Menschen müssten ohne Hilfe auskommen, da die Hilfsorganisationen ohne Sicherheitsgarantien nicht arbeiten könnten, kritisierte die UN-Friedenstruppe.

Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Osten des Kongos wurden seit September mindestens hundert Zivilisten getötet. 250.000 Menschen sind nach Schätzungen der UNO auf der Flucht. Seit Freitag wurden keine größeren Gefechte gemeldet, die Lage in Nord-Kivu ist aber weiterhin angespannt. (APA/AFP)

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