Wüstenrot denkt an öffentlichen Zuschuss

24. November 2008, 17:43
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Versicherer baut um

Wien - Mit Wüstenrot könnte nun bald die erste Bausparkasse um Staatshilfe ansuchen. "Wir prüfen das ernsthaft", erklärte Unternehmenschefin Susanne Riess-Passer auf Anfrage des Standard. Bis Jahresende soll eine Entscheidung fallen. Die Maßnahme hänge nicht zuletzt von den Konditionen ab, die seit den Brüsseler Bedenken im Fall der Erste Bank nicht restlos geklärt seien. Jedenfalls gehe es bei Wüstenrot um geringere Dimensionen: "Die Frage ist, ob wir einen dreistelligen Millionenbetrag anstreben" , sagte Riess-Passer. Wüstenrot hat wegen der Pleite von Lehman Brothers und dem Beinahe-Kollaps der Versicherung AIGeinen gröberen Wertberichtigungsbedarf. Dazu kommt ein größerer Bestand von UniCredit-Aktien, die an Wert verloren haben.

Vorerst werden erst einmal anderweitige Schritte zur Stärkung der Bilanz gesetzt. Für 12. Dezember wurde eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Übertragung der Wüstenrot Versicherung in die Bausparkasse beschlossen werden soll. Die beiden Institute sind derzeit Schwestern unter dem Dach der Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH. Technisch bringt die Holding die Versicherung als Sacheinlage ein und erhöht ihren Anteil an der Bausparkasse. (as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.11.2008)

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