Henkel schließt vier Werke in Europa

24. November 2008, 17:30
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Nach Großeinkauf im April 2008 werden nun die Klebstoff-Werke dicht gemacht

Düsseldorf - Henkel strafft nach einem Großeinkauf seine stark erweiterte Klebstoffproduktion und schließt dabei vier Werke in Europa. Bei der Integration der erworbenen National-Starch-Geschäfte in den Düsseldorfer Konzern sollen das Werk Kleve sowie zwei Werke in Frankreich und ein Werk in Großbritannien geschlossen werden. Das sagte ein Henkel-Sprecher am Montag in Düsseldorf und bestätigte damit weitgehend Berichte französischer Medien. In Italien werde zwar eine Produktionslinie von einem Werk an einen nahe gelegenen Standort verlagert. Das verkleinerte Werk werde aber nicht geschlossen. Im niederrheinischen Kleve werde die Produktion Ende 2010 eingestellt.

In den fünf Klebstoff-Werken zusammengenommen arbeiteten knapp 500 Mitarbeiter. Die Gesamtzahl, wie viele Stellen letztlich wegfallen werden, stehe noch nicht fest. "Wir werden uns gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung um die Zukunft der Mitarbeiter kümmern und nach sozialverantwortlichen Lösungen suchen", erklärte der zuständige Henkel-Vorstand Thomas Geitner in einer Mitteilung zum Werk Kleve. Mehr als der Hälfte der 130 Mitarbeiter des Klebstoff-Werkes von National Starch in Kleve solle eine Weiterbeschäftigung unter anderem in Düsseldorf, Porta Westfalica und Heidenau angeboten werden.

Henkel hatte Anfang April den größten Zukauf in seiner mehr als 130-jährigen Firmengeschichte vollzogen. Der Düsseldorfer Konzern erwarb für 2,7 Mrd. britische Pfund (3,17 Mrd. Euro) die National-Starch-Klebstoffgeschäfte von Akzo Nobel. Durch den Zukauf steigt der Umsatz der Henkel-Klebstoffsparte auf ein volles Jahr hochgerechnet um gut 1,8 auf 7,5 Mrd. Euro an. (APA/dpa)

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