Rechtsextremist Mahler erneut vor Gericht

24. November 2008, 17:11
11 Postings

Wegen Volksverhetzung und Beleidigung - Berufungsverfahren um Interview mit Michel Friedman

Landshut - Der mehrfach vorbestrafte deutsche Rechtsextremist Horst Mahler muss sich seit Montag erneut wegen Volksverhetzung und weiterer Straftaten vor Gericht verantworten. In dem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Landshut geht es um ein Interview für das Magazin "Vanity Fair", das der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, mit Mahler geführt hatte.

Der Rechtsextremist hatte Friedman bei dem Gespräch vor einem Jahr mit "Heil Hitler" begrüßt. Nach einer Strafanzeige von Friedman hatte das Amtsgericht Erding im April den 72-Jährigen in erster Instanz wegen Volksverhetzung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Dagegen habe Mahler Rechtsmittel eingelegt, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

In dem Interview soll Mahler auch den Holocaust geleugnet haben. Mahler war 1970 Mitgründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) und saß viele Jahre im Gefängnis. Später schwenkte er ins rechtsextreme Lager und war zeitweilig Mitglied der NPD. Wann bei dem neuen Prozess das Urteil verkündet wird, war zunächst noch unklar. (APA/dpa)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Horst Mahler, Rechtsextremist

Share if you care.