Porträt: Christine Marek

24. November 2008, 16:56
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Die Wirtschafts-Staatssekretärin bleibt in ihrem Ressort, bekommt aber neue Aufgaben dazu, wie die Familienagenden

Wien - Mit Christine Marek hat eine "Fixstarterin" den Weg in das ÖVP-Regierungsteam geschafft. Die bisherige Staatssekretärin im Wirtschaftsressort hatte sich während ihrer zwei Jahre im Amt keinen gröberen Schnitzer geleistet und galt daher stets als ministrabel. Sie bleibt ihrem angestammten Platz treu, bekommt aber neue Aufgaben: Ihr bisheriges Aufgabenfeld Arbeit wandert ins Sozialministerium, dafür ist die 40-Jährige künftig für Familien und Jugend (bisher im Gesundheitsministerium angesiedelt) dazu.

Die 40-jährige Alleinerzieherin (Sohn Maximilian wurde 1993 geboren) begann während ihrer dreijährigen Karenz ihr politisches Engagement zunächst bei der ÖVP-Meidling. Seit 2002 hat sie den Posten der stellvertretenden Bezirksparteivorsitzende - eine Funktion, in die sie noch der damalige Finanzstaatssekretär und Wiener Parteichef Alfred Finz holte. Im gleichen Jahr zog Marek in den Nationalrat ein.

Von Parteikollegen wird Marek als umgänglich und warmherzig beschrieben. Ihr Hobby ist die Musik, wenn auch mitunter in ungewöhnlicher Form: Dem Vernehmen nach ist sie leidenschaftliche Karaokesängerin. Aber auch der Chor des Parlaments und des Bundesrates ("Hohe.Haus.Musik") ist auf ihre Initiative 2004 hin gegründet worden.

Kammerrätin

Die neue Staatssekretärin ist gebürtige Bayerin und kam am 26. Jänner 1968 im deutschen Kempten zur Welt. Im Alter von sechs Jahren übersiedelte die Familie aber bereits nach Oberösterreich. Im dortigen Eferding besuchte sie sowohl Volks- als auch Hauptschule, bevor sie schließlich in Linz 1987 maturierte.

Vor und neben der politischen Karriere sammelte Marek ab 1988 berufliche Erfahrungen als kaufmännische Angestellte etwa der Voest Alpine oder der Österreichischen Lotterien. 1991 erfolgte die Übersiedelung nach Wien. 1996 wechselte sie in das Kommunikationsunternehmen Frequentis, als dessen Betriebsratsvorsitzende sie seit 1998 fungiert.

Auch in der Arbeiterkammer war Marek engagiert. In der Wiener AK stieg sie 2000 zur Kammerrätin auf. Von Jänner 2002 bis Mai 2004 gehörte sie dort auch dem Vorstand an. (APA)

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