"30 Rock": Überirdisch gute Tina Fey

24. November 2008, 16:57
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Völlig abzuschreiben ist Das Vierte nicht, sicherte man sich doch die TV-Rechte an "30 Rock" mit der großartigen, einzigartigen, ja überirdischen Tina Fey

Sein Faible für Containerfernsehen lebt Josef Andorfer jetzt beim TV-Sender Das Vierte aus. Als RTL-2-Chef brachte er einst "Big Brother" ins Programm. Als Berater des neuen Vierte-Eigentümers Dmitry Lesnewsky empfahl er die deutsche Version der skandalträchtigen niederländischen Reality-Show "Der goldene Käfig" . Ganz, ganz böse.
Völlig abzuschreiben ist der Sender trotzdem nicht, sicherte man sich doch die TV-Rechte an "30 Rock" mit der großartigen, einzigartigen, ja überirdischen Tina Fey. Dazu Folgendes:

Monatelang witzelten US-Talkmaster über Sarah Palin. Fey tat sich als begnadete Palin-Parodistin besonders hervor. Über die groben Wissenslücken der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin lachte ganz Amerika. Der peinliche Fauxpas, man könne Russland von Alaska aus sehen, wird bei Fey zum begeisterten Ausruf: "I can see Russia from my house!" Wenig zimperlich rät Fey/Palin ihrer schwangeren Tochter zur Mutterschaft. Sie sei doch vergewaltigt worden, wirft die Tochter ein. Fey/Palin überlegt kurz: Dann solle sie eben den Vergewaltiger heiraten. Vergewaltiger? "Ein zu hartes Wort, für die Republikaner sind alle gleich."

In der NBC-Serie "30 Rock" zerlegt Fey die amerikanische Showbranche in kleinste Fetzen. Fey weiß, worüber sie scherzt: Von 1997 bis 2006 war sie Chefautorin von "Saturday Night Life" . Die Show gilt als wichtigste Comedy-Schmiede und hat in ihrer 33-jährigen Geschichte Stars wie Dan Aykroyd, John Belushi, Eddie Murphy, Ben Stiller, Adam Sandler und Will Ferrell hervorgebracht. Es ist gut und wichtig, das bald hier sehen zu können. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 25.11.2008)

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    In der NBC-Serie "30 Rock" zerlegt Fey die amerikanische Showbranche in kleinste Fetzen.

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