Auch Telekom Slovenije an mazedonischer Cosmofon interessiert

24. November 2008, 15:56
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Telekom Austria äußerte bereits Interesse am zweitgrößten mazedonischen Mobilfunkbetreiber - Deutsche Telekom muss Beteiligung aus kartellrechtlichen Gründen abgeben

Nach der Telekom Austria hat nun auch die slowenische Telekom Slovenije ihr Interesse am Mobilfunkbetreiber Cosmofon gezeigt. "Derzeit richten wir unseren Fokus vor allem auf den angekündigten Verkauf des zweitgrößten mazedonischen Mobilfunkbetreibers", teilte das Unternehmen mit. Der Eigentümer von Cosmofon ist die Deutsche Telekom, die den Betreiber aus kartellrechtlichen Gründen abgeben muss. Zum verkauf könnte es im Frühjahr 2009 kommen, berichtete die slowenische Wirtschaftszeitung "Finance".

90 Prozent Marktanteil gemeinsam

Die Deutsche Telekom kontrolliert über ihre Beteiligung am griechischen Mobilfunkbetreiber OTE 90 Prozent an Cosmofon. Darüber hinaus besitzt sie auch den führenden Mobilfunkbetreiber T-Mobile Macedonia. Die beiden Unternehmen haben zusammen einen Marktanteil von über 90 Prozent, was die Deutsche Telekom zum Monopolisten auf dem Mobiltelefon-Markt in Mazedonien macht. Deswegen fordert die mazedonische Wettbewerbsbehörde, dass Cosmofon verkauft wird.

Vom Cosmofon-Verkauf erwartet sich die Deutsche Telekom Erlöse zwischen 266 und 319 Mio. Euro, berichtete die Tageszeitung "Dnevnik". Cosmofon hatte laut Medienberichten im Vorjahr 593.000 Kunden und einen Jahresumsatz von 62,2 Mio. Euro.

Kredite für Expansionspläne

Telekom Slovenije hat wegen ihrer Expansionspläne in Südosteuropa bereits bei ausländischen Banken um einen Kredit in Höhe von 400 Mio. Euro angesucht. Das Unternehmen rechnet für 2009 mit weiteren Übernahmechancen in der Region etwa in Kroatien, wo laut Medienberichten als mögliche Übernahmekandidaten die alternativen Telekombetreiber Metronet, H1 Telekom und Optima Telekom gehandelt werden.

Außerdem soll die slowenische Telekom auch an der bosnischen BH Telecom interessiert sein, deren Privatisierung für das kommende Jahr erwartet wird. Auch die Telekom Austria ist laut früheren Berichten an dem bosnischen Telekombetreiber interessiert. (APA)

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