Reinfeldt: Neues Euro-Referendum nicht aktuell

24. November 2008, 15:27
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Umfrage: Zahl der Euro-Befürworter wächst - Regierungschef verweist aber auf Volksentscheid 2003

Stockholm - Eine mögliche neuerliche Abstimmung über die Einführung der europäischen Einheitswährung Euro in Schweden ist weiterhin nicht aktuell. Das sagte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt am Montag in Stockholm. Davor war eine Meinungsumfrage veröffentlicht worden, wonach angesichts der Finanzkrise immer mehr Schweden die Euro-Einführung in ihrem Land befürworten.

Reinfeldt betonte in einem Interview mit der schwedischen Nachrichtenagentur TT, dass auch laut der aktuellen Umfrage die Gegner des Euro immer noch gegenüber den Befürwortern in der Mehrheit seien. "Es gibt keinen Grund, auch nur daran zu denken, eine neue Abstimmung durchzuführen, bevor es einen deutlichen Überhang auf der Ja-Seite gibt". Der Regierungschef verwies auch darauf, dass es mit dem Nein zum Euro aus dem Jahr 2003 einen nach wie vor zu respektierenden Volksentscheid gebe.

56 Prozent gegen Einführung

Im September 2003 hatten sich 56 Prozent der Schweden gegen die Einführung des Euro ausgesprochen, 42 Prozent dafür. Laut der am Montag veröffentlichen Umfrage würden derzeit 48 Prozent der Schweden den Euro ablehnen und 44 Prozent befürworten. Der Rest war unentschieden.

Laut der Tageszeitung "Dagens Nyheter", in deren Auftrag die Umfrage durchgeführt wurde, setzte sich damit der Trend in Richtung Befürworter seit einer vergleichbaren Umfrage im Frühjahr fort. Als Grund dafür sehen die Meinungsexperten vor allem die Folgen der internationalen Finanzkrise und die jüngste Talfahrt der Schwedischen Krone gegenüber dem Euro. (APA)

 

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