Milliarden-Auftrag aus Bosnien

24. November 2008, 15:13
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Die Strabag soll ab 2009 ein 397 Kilometer langes Autobahnnetz in der Republika Srpska bauen, der Auftragswert beträgt 2,9 Milliarden Euro

Banja Luka/Belgrad - Der österreichische börsennotierte Baukonzern Strabag SE hat am Montag in Banja Luka, der Hauptstadt der bosnischen Entität Republika Srpska, den Autobahn-Bauauftrag im Wert von 2,9 Mrd. Euro unterzeichnet. Vorgesehen ist die Errichtung eines Autobahnnetzes mit einer Gesamtlänge von 397 Kilometern, das die Strabag auch 30 Jahre betreiben soll.

"Die bevorstehende Zeit wird das Aussehen der Republika Srpska wesentlich verändern, die Kommunikation verbessern und die Voraussetzungen für eine neue wirtschaftliche Entwicklung schaffen", sagte der bosnisch-serbische Premier Milorad Dodik nach der Unterzeichnung des Vertrages. In dem heute ebenfalls unterzeichneten Protokoll ist nach den Worten Dodiks vorgesehen, dass die Bauarbeiten der Teilstrecke zwischen Banja Luka und Doboj im Wert von 490 Mio. Euro Mitte 2009 beginnen sollen. Die Projektunterlagen sollen bis März vorliegen, erklärte Dodik.

Laut früheren Medienberichten sollte das österreichische Bauunternehmen Kredite am internationalen Finanzmarkt vermitteln, im Gegenzug erhält Strabag eine 30-jährige Konzession für die Mauteinnahmen. Durch den Autobahnbau sollen in dem bosnisch-serbischen Landesteil rund 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Für die Wartung der fertiggestellten Autobahnstrecken werden danach 2.500 Personen engagiert werden, teilte die Regierung der Republika Srpska letzte Woche mit.

Der Autobahnbauauftrag sieht die Errichtung der Autobahnstrecken zwischen Banja Luka und Doboj (72 km), Doboj-Jakes (46 km), Glamocani-Kupres (110 km), Banja Luka-Novi Grad (71 km) und Jakes-Bijeljina (98 km) vor. Das Parlament der Republik Srpska hatte den Vertrag am 16. Oktober ratifiziert. (APA)

 

 

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