Fix: SCO verliert gegen Novell im Unix-Streit

24. November 2008, 14:52
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Unternehmen muss rund 3,5 Millionen US-Dollar für widerrechtliche Einnahmen an den Konkurrenten weitergeben - Streit gegen IBM noch im Laufen

Mittlerweile ist es beinahe schon nicht mehr vorstellbar: Als SCO vor einigen Jahren - ohne jeglichen Beleg - mit der Behauptung, dass im Linux-Kernel zehntausende gestohlener Code-Zeilen zu finden seien, an die Öffentlichkeit trat, fanden sich durchaus einige Unternehmen - darunter so bekannte Namen wie Sun - die dem vermeintlichen Unix-Rechteinhaber für seine "Linux-Lizenzen" eine erkleckliche Summe hinblätterten.

Prozesse

Mittlerweile wird SCO in der IT-Branche zwar nicht mehr ganz so ernst genommen, die seitdem geführten Rechtsstreitigkeiten sind aber noch immer nicht alle ausgestanden, allen voran der Kernkonflikt zwischen IBM und SCO. Abgeschlossen ist nun hingegen der Prozess zwischen Novell und SCO - und dies mit einem durchgehenden Sieg für des Enterprise-Linux-Unternehmens.

Abgabe

Novell hatte darauf gepocht, dass man die Unix-Rechte niemals vollständig an SCO abgegeben habe, insofern stünden dem Unternehmen Anteile an den von SCO erzielten Einnahmen mit Unix/Linux-Lizenzen zu, allen voran aus dem Deal mit Sun. Eine Einschätzung der Richter Dale Kimball schon im August 2007 zugestimmt hatte, und SCO zur Zahlung von etwas mehr als 2,5 Millionen US-Dollar verurteilt hatte.

Konkurs

Mit dem abschließenden Urteil wurde dieser Betrag nun auf knapp 3,5 Millionen US-Dollar erhöht, Geld das SCO allerdings längst nicht mehr besitzt, immerhin befindet man sich bereits seit geraumer Zeit in einem Konkursverfahren, Novell ist dort der Hauptgläubiger. Zwar hat man in der Vergangenheit immer wieder Restrukturierungspläne präsentiert, an deren Erfolg glauben aber selbst die Manager des Unternehmen nur mehr begrenzt. (apo)

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