Dem "männlichen Grant" geht es an den Kragen

24. November 2008, 12:48
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8. Männergesundheitstag in Niederösterreich glänzte mit zahlreichen Vorsorge- und Infoangeboten zum weitschweifenden Thema "Männergesundheit"

St. Pölten - Beständig hält sich das Vorurteil, dass Männer zuwenig Vorsorge in Bezug auf ihre Gesundheit betreiben. Hinzu kommt, dass sie statistisch schlechter dastehen als Frauen: Sie erkranken öfter, sie haben mehr Unfälle und sie leben im Schnitt um sechs Jahre kürzer als Frauen. Die niederösterreichische Krankenkasse ist der Ansicht, dass Männer ihren Körper "pausenlos auf Hochtouren fahren" und dabei auf den "Service" vergessen. Durch Gesundheitsvorsorge und eine rechtzeitige Lebensstiländerung könnten aber viele gesundheitliche Probleme vermieden werden, betonen die GesundheitsexpertInnen.

Beim bislang 8. Männergesundheitstag veranstaltet von der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, der Fachgruppe Urologie Niederösterreich und den niederösterreichischen Krankenversicherungsträgern vergangenes Wochenende konnten Männer in Hollabrunn erste Maßnahmen in Sachen Vorsorge setzen. Bei der Eröffnung war auch die zukünftige Frauenministerin, Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek, anwesend.

Ähnlich wie bei den Frauengesundheitstagen in Wien bekamen die BesucherInnen ein umfassendes Info-, Erfahrungs- und Unterhaltungsangebot. Erneut wurde etwa die "Gesundheitsstraße" mit dreizehn verschiedenen Stationen, die von der Blutanalyse über Venenmessung und Lungenfunktionstest bis zur Medimouse (Bestimmung der Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule) reichten, aufgebaut.

Fachvorträge und Workshops

Gesundheitsprobleme, mit denen viele Männer zu kämpfen haben, standen bei Fachvorträgen und Workshops im Mittelpunkt. Themen waren etwa Schnarchen und Schlafapnoe, der grantige (also depressive) Mann, der Magen als Spiegel der Seele, Schlaganfall- und Herzinfarktprävention, Prostataoperationen und die sexuelle Leistungsfähigkeit des Mannes.

Für Bewegungshungrige standen ein Kletterturm, eine Torschusswand und ein Segway (Selbstbalance-Roller) bereit, Entspannung bot ein Schnupperkurs zur Progressiven Muskelentspannung. (red)

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