Filmemacher und Literaten fordern "umgehendes" Handeln

24. November 2008, 12:38
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Kollmann: "Lage der Filmschaffenden ist schockierend schlecht" - Ruiss: "Traurige Praxis der Nichtbeachtung von Anliegen der Literatur setzt sich fort"

Wien - Angesichts der "katastrophalen" sozialen Lage von Filmschaffenden und Autoren, die aus der Sozialstudie des Unterrichtsministerium ersichtlich sei, fordern der Dachverband der Filmschaffenden und die IG Autorinnen Autoren die "umgehende Einleitung von Verbesserungen für die Existenz- und Arbeitsbedingungen" von Künstlern in Österreich. Im Koalitionsabkommen setze sich "die in einer Hinsicht seit vielen Jahren traurige Praxis der Nichtbeachtung von Anliegen und Angelegenheiten der Literatur einmal mehr fort", beklagt Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren

Sozialfonds für Filmschaffende gefordert

"Die Lage der Filmschaffenden ist schockierend schlecht", hieß es in einer Aussendung von Maria Anna Kollmann, Geschäftsführerin des Dachverbands der Filmschaffenden. Während sich ihre Forderung nach einer "Erhöhung der Mittel der Filmfördereinrichtungen" durch die Aufstockung der Mittel für das Österreichische Filminstitut auf 20 Mio. Euro im Koalitionsabkommen widerspiegelt, betont Kollmann weitere Anliegen der Filmschaffenden. Darunter findet sich die Schaffung eines Sozialfonds für Filmschaffende, die Reform des Arbeitslosenversicherungsgesetzes bezüglich der prekären Arbeitsverhältnisse im Filmbereich und die "sofortige Einsetzung einer interministeriellen Arbeitsgruppe unter Einbeziehung von Interessensvertretungen der Filmschaffenden, um wirksame Lösungen zu erarbeiten".

Auch Ruiss benennt in einem Text dringende Forderungen an die Kulturpolitik, u.a. bei den Förderungen für Autoren, durch Weiterentwicklungen auf rechtlichem und gesetzlichem Gebiet und durch weitere Initiativen des Ministeriums. Autoren seien als Selbstständige tätig, und genau für diese Gruppe an Künstlern weise die Sozialstudie besonders prekäre Verhältnisse aus, so Ruiss. (APA)

 

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