Berlusconi attackiert RAI wegen "pessimistischer Berichterstattung"

24. November 2008, 12:29
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"Reportagen über Finanz- und Wirtschaftskrise führen zu rückläufigem Konsum"

Rom - Der italienische Premierminister Silvio Berlusconi attackiert die staatliche TV-Anstalt RAI wegen ihrer "pessimistischen Berichterstattung" zur Finanz- und Wirtschaftskrise. Laut Berlusconi ist der Einfluss der politischen Linken auf die RAI dafür verantwortlich, eine derartige Berichterstattung führe zu rückläufigem Konsum. Zudem würden sich einige RAI-Kommentatoren keine Gelegenheit, entgehen lassen, um die staatlichen Institutionen und den Premier zu diskreditieren, kritisierte Berlusconi.

"Die Opposition in Italien ist weit vom US-Modell entfernt. In den USA arbeitet die Opposition mit der Regierung zusammen, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Hier führt die Opposition täglich eine Wahlkampagne gegen meine Regierung", so Berlusconi. Damit würde das Klima des Misstrauens und des Pessimismus im Land wachsen.

Berlusconi attackierte auch die Staatsanwälte, die mit ihren Anti-Korruptionsermittlungen Anfang der 90er Jahre eine ganze politische Führungselite hinweggefegt hatten. "Die Staatsanwälte haben vor 15 Jahren Italien blockiert und die fünf wichtigsten demokratischen Parteien ausgelöscht, die dem Land 50 Jahre Fortschritt garantiert hatten", meinte der Regierungschef. (APA)

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