Buback-Sohn bittet ehemalige RAF-Terroristen um Aufklärung

24. November 2008, 12:23
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Mörder des deutschen Generalbundesanwalts immer noch nicht bekannt - Peymann hält Praktikumsangebot an Klar aufrecht

Köln - Michael Buback, Sohn des 1977 von der RAF ermordeten deutschen Generalbundesanwaltes Siegfried Buback, rechnet fest damit, dass der ehemalige Terrorist Christian Klar demnächst aus der Haft entlassen wird. Zugleich appellierte er am Montag an die früheren Mitglieder der Roten Armee Fraktion, endlich den Mord an seinem Vater und dessen Begleitern aufzuklären. "Wir wollen die Wahrheit über diese Tat erfahren", sagte Buback im WDR-2-Morgenmagazin.

Er werde "nicht von sich aus Kontakte knüpfen zu Personen, die an dem Verbrechen gegen meinen Vater und seine Begleiter beteiligt waren. Aber wenn mir jemand etwas sagen will, werde ich den Telefonhörer nicht auflegen", erklärte er.

Noch immer ist nämlich unklar, wer von einem Motorrad aus die tödlichen Schüsse abgegeben hat. Er habe "mit Schrecken erfahren müssen, dass die beiden Personen, die von dem Motorrad aus das Attentat begingen, für dieses Verbrechen nicht verurteilt worden sind, sie sind nicht einmal angeklagt". Laut Buback könnte es sein, dass Klar die Person war, die in einem Auto außerhalb von Karlsruhe gewartet hat: "Also wird er wahrscheinlich wissen, wenn er das war, welche Personen zugestiegen sind in sein Auto."

Zu einer Haftentlassung Klars sagte Buback, er finde es zwar sehr verwirrend, dass eine verhängte lebenslängliche Haftstrafe in Deutschland nur dann wirklich lebenslang bedeute, wenn von dem Täter noch Gefahr ausgehe. Aber so seien die Regeln und er werde sie akzeptieren, sagte Buback. (APA/AP/red)

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