US-Verteidigungsministerium verbietet USB-Sticks

24. November 2008, 09:58
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Auch andere Wechseldatenträger untersagt - Behördennetzwerk von Wurm beeinträchtigt - Funktioniert ähnlich wie Floppy-Viren der Achtziger und Neunziger

Die Notbremse in Sicherheitsfragen hat nun das US-Verteidigungsministerium gezogen: Wie US-Medien berichten wurde von der Armeeleitung eine E-Mail ausgeschickt, in der sämtlichen MitarbeiterInnen umgehend die Nutzung von USB-Sticks und anderen Wechseldatenträgern - also auch CDs - untersagt wird.

Probleme

Die Maßnahme erfolgt nachdem man offenbar eine grassierendes Virenproblem innerhalb der Armee-Rechnersysteme nicht in den Griff bekommen hat. So soll ein Wurm namens "Agent.btz" schon einige Zeit sein Unwesen in US-Militärkreisen treiben.

Start

Dabei handelt es sich um eine Abart des bekannteren W32.SillyFDC, eines Wurms der sich automatisch auf Wechseldatenträger kopiert und sich dort für die Autostartfunktion einträgt. Wird dann etwa ein USB-Stick an einem anderen Rechner angehängt, versucht sich "Agent.btz" selbst zu installieren, in Folge wird weiterer Schadcode aus dem Internet nachgeladen, ein Umstand, der ein stetes Aktualisieren der Schadenskomponente ermöglicht.

Infektion

Bis auf den Netzwerkteil beschreiten die W32.SillyFDC-Ableger also einen Verbreitungsweg, der eigentlich bereits aus der "Mode" gekommen war. Vor allem in den späten Achtziger und frühen Neunziger-Jahren war die Verbreitung per Floppy-Disk die häufigste Infektionsart.

Prüfung

In Folge sollen nun sämtliche externen USB-Devices auf eine Infektion mit "Agent.btz"geprüft werden. Erst wenn sichergestellt wurde, dass der Wurm vollständig aus den Armeenetzwerken entfernt wurde, soll die jetzige Maßnahme wieder aufgehoben werden. (red)

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