Filmhochschulfest München mit chinesischem Sieger

23. November 2008, 21:06
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Zwölf Auszeichnungen beim Nachwuchsfestival mit 44 Filmen aus 23 Ländern

München - Ein chinesischer Film ist der Hauptgewinner beim diesjährigen Internationalen Festival der Filmhochschulen in München. Zum Abschluss des siebentägigen Treffens wurde am Samstagabend "A Day In A Life" von Zune Kwok, Student im Bereich Film an der Hongkong Academy for Performing Arts, als bester Film mit dem VFF Young Talent Award ausgezeichnet.

Der preisgekrönte Film porträtiert eine alte und kranke Frau in China, die von morgens bis abends schuften muss, um ihre Enkelin und sich selbst ernähren zu können. Die Jury unter Vorsitz des Regisseurs Marc Rothemund ("Sophie Scholl - die letzten Tage") würdigte den Film als "eine Geschichte voller Hoffnung und Würde, erzählt in einer poetischen und respektvollen Art". Der Film erreicht nach Ansicht der Juroren "die Herzen der Zuschauer in einer poetischen und respektvollen Art". Der von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VVF) gestiftete Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

Prix Interculturel an Slowenien

Bei dem 1981 ins Leben gerufenen Festival wurden in diesem Jahr 44 Filme aus 23 Ländern gezeigt. Zum Abschluss wurden zwölf Preise im Wert von insgesamt etwa 60.000 Euro verliehen. Der mit 5.000 Euro dotierte Prix Interculturel für Verdienste um den interkulturellen Dialog ging an den slowenischen Film "Wolfy" von Matevz Luzar von der Filmhochschule Ljubljana. Luzar schildert darin die Einsamkeit eines verwitweten Rentners und ist nach Ansicht der Jury ein unaufdringliches und zugleich nachhaltiges Plädoyer für Offenheit und Toleranz gegenüber allen, die anders sind.

Der mit 4000 Euro dotierte Preis "Beste Regie Deutscher Film" ging an den Streifen "Auf der Strecke" des Nachwuchsfilmers Reto Caffi von der Kölner Kunsthochschule für Medien, der in diesem Jahr auch schon den Studenten-Oscar gewonnen hatte. In dem Film werden eine Liebesgeschichte und ein tödliches Drama miteinander verwoben, bei dem ein Mann in einer U-Bahn erschlagen wird. Caffis Film wurde zusätzlich mit dem mit 3.000 Euro dotierten Luggi-Waldleitner-Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet, ebenso gab es für den Streifen einen Panther Preis im Wert von 7.000 Euro in der Sparte "Beste Produktion Deutscher Film". In derselben Sparte erhielt auch der Streifen "Der Verdacht" von Felix Hassenfratz von der Internationalen Filmschule in Köln den Panther Preis. Dieser Film beleuchtet den biederen Alltag in einer schwäbischen Kleinstadt.

Neu war in diesem Jahr ein Preis für Animationsfilme. Diese mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an den bulgarischen Nachwuchsfilmer Miroslav Mirchev für seinen Streifen "Zu - Zu". Der Film befasst sich in feiner Ironie mit dem Alltagstrott. Ebenfalls neu und mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden war der Sonderwettbewerb "Climate Clips". Dieser Klimapreis ging an "Eisblume" von Katharina Wyss von der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Ihr Film befasst sich mit Klimaerwärmung anhand von Eisblumen und poetischen Kindheitserinnerungen, unter dem Motto "Was würden wir vermissen". (APA/dpa)

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