Max Goldt in Berlin mit Kleist-Preis ausgezeichnet

24. November 2008, 10:50
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Daniel Kehlmann hielt Laudatio - Deutschen Alltag bis "zur Kenntlichkeit entstellt"

Berlin - Der Publizist Max Goldt ist am Sonntag in Berlin mit dem Kleist-Preis 2008 ausgezeichnet worden. Die Laudatio im Berliner Ensemble hielt der Autor und Kleist-Preisträger Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt"), der als Vertrauensperson der Jury Goldt für die Auszeichnung ernannt hatte. Der 1958 in Göttingen geborene und seit 1977 in Berlin lebende Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift "Titanic", Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis "zur Kenntlichkeit entstellt", hieß es zur Begründung der Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Preises.

Als Schriftsteller wurde Goldt mit Titeln bekannt wie "Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz" (1984) oder "Die Radiotrinkerin" (1991). Frühere Kleist-Preisträger waren unter anderem Carl Zuckmayer, Bertolt Brecht, Alexander Kluge und Heiner Müller. Im Vorfeld der Preisverleihung wurden auf der internationalen Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Berlin auch die Pläne für das Kleistjahr 2011 zum 200. Todestag des Dichters beraten. Kleist hatte sich am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee bei Berlin erschossen. (APA/dpa)

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