Millionenforderung an Ex-Bahnchef Huber

23. November 2008, 14:19
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Die ÖBB gehen im Rechtsstreit mit Martin Huber nun in die Offensive und werfen dem Ex-Bahnchef Managementfehler vor

Wien - Die ÖBB gehen im Rechtsstreit mit dem ehemaligen Bahnchef Martin Huber nun offenbar in die Offensive. Huber war bei seiner Demission im vergangenen April mit einem hoch dotierten Beratervertrag ausgestattet worden, die vereinbarten Honorare zahlten die ÖBB jedoch nie.

Vor wenigen Wochen kündigte Huber den Vertrag und reichte eine Klage auf Auszahlung der gesamten Summe von insgesamt 836.654,52 Euro ein. Nun erheben die ÖBB in einer dem Nachrichtenmagazin "profil" vorliegenden Klagebeantwortung ihrerseits Forderungen.

"Sträfliche Vernachlässigung"

Konkret werden Huber Managementfehler wie etwa "eine sträfliche Vernachlässigung der Bereiche Personenverkehr und Cargo" vorgeworfen, berichtet "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Aber auch der Umstand, "dass die Veräußerung der Immobilie Erdberger Lände äußerst nachteilig für die ÖBB erfolgte", wird ins Treffen geführt.

"All diese Gegenforderungen sind keinesfalls abschließend, jedoch mindestens mit Euro 1.000.000,00 zu beziffern", so die ÖBB-Juristen der Kanzlei Reich-Rohrwig Hainz. Über die Verluste aus den umstrittenen Finanzveranlagungen der ÖBB heißt es in dem Schreiben: "Derzeit sind immerhin Euro 477 Mio in den Bilanzen des ÖBB-Konzerns an Rückstellungen für diese Haftungen eingestellt." (APA)

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