Präsident wirbt für atomwaffenfreies Südasien

23. November 2008, 12:08
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Zardari: Islamabad verzichtet auf Erstschlag

Islamabad - Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat sich Medienberichten zufolge für ein atomwaffenfreies Südasien ausgesprochen. Zudem habe er in einer Videokonferenz Indien versichert, Pakistan werde seine Atomwaffen nicht in einem Erstschlag einsetzen, berichteten indische und pakistanische Zeitungen am Sonntag. Während diese Haltung offizieller Bestandteil der indischen Atomdoktrin sind, gibt es eine solche Festlegung auf pakistanischer Seite bisher nicht.

"Fühle mich von Indien nicht bedroht"

"Ich fühle mich von Indien nicht bedroht und Indien sollte sich nicht von uns bedroht fühlen", wurde Zardari beispielsweise von der "Hindustan Times" zitiert, einer großen indischen Zeitung. Unklar war zunächst, ob Zardaris Äußerungen eine formelle Änderung der pakistanischen Außenpolitik bedeuteten. Ein Pressesprecher des Präsidenten sagte, eine Mitschrift der Videokonferenz sei nicht verfügbar und er können keine Angaben dazu machen, ob Zardari korrekt zitiert worden sei.

Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien drei Kriege gegeneinander geführt. Der Konflikt wurde 1998 verschärft, als beide Staaten zu Atommächten wurden. "Wir werden sie (Atomwaffen) höchstwahrscheinlich nicht als erste einsetzen, ich bin mit Atomwaffen nicht einverstanden", wurde Zardari zitiert. Er wolle sich im Parlament um Unterstützung für die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone Südasien bemühen, hieß es weiter. (APA/AP)

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