Dämpfer für Chavez - Opposition erringt Achtungserfolg bei Regionalwahlen

24. November 2008 07:36

Chavez' Partei verpasst selbstgestecktes Ziel - Experte: "Sensationelles Ergebnis" für Opposition, die drei der vier wichtigsten Regionen kontrolliert

Caracas - Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez hat bei den Regionalwahlen in Venezuela sein selbstgestecktes Ziel verpasst. Wie die Wahlbehörde CNE in der Nacht zu Montag (Ortszeit) in Caracas mitteilte, gewannen die Sozialisten von Chavez zwar mit 17 von 22 die meisten der zur Wahl stehenden Gouverneursposten, die Opposition siegte aber in fünf Bundesstaaten. Der linksnationalistische Präsident, der sich im Wahlkampf stark engagiert hatte, wollte alle Gouverneursposten für seine Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) gewinnen.

Die Opposition erlangte die Kontrolle über drei der vier größten Regionen des Landes. Sie regiert künftig im Erdölbundesstaat Zulia sowie den Regionen Miranda und Carabobo, wo insgesamt 37 Prozent der venezolanischen Wähler leben, berichtete die Tageszeitung "El Universal" (Internetausgabe). Von den großen Regionen konnten die Linksnationalisten lediglich jene um Caracas halten, doch auch das Bürgermeisteramt der Hauptstadt ging an die Opposition. Diese gewann auch in den kleineren Regionen Nueva Esparta und Tachira.

Chavez beglückwünschte die siegreichen Kandidaten der Opposition. Er hoffe, sie regierten "mit Respekt gegenüber der Nationalregierung". Der Präsident, dem Kritiker einen autoritären Regierungsstil vorwerfen, drehte zugleich den Spieß um und lobte den Wahlausgang als Beleg für die demokratischen Abläufe in Venezuela. Die Bevölkerung habe mit ihren Stimmen gezeigt, dass "es hier ein demokratisches System gibt und die Entscheidungen des Volkes respektiert werden", sagte Chavez. Er hob die Rekordwahlbeteiligung von mehr als 65 Prozent hervor.

Chavez: §Revolutionäre Flamme gestärkt"

"Die revolutionäre Flamme ist heute gestärkt worden. Das ist ein großer Sieg für die Partei", sagte Chavez. Die Linksnationalisten hätten nämlich landesweit um 1,5 Millionen Stimmen mehr erhalten als die Opposition. Der Meinungsforscher Luis Vicente Leon sprach dagegen von einem "sensationellen Ergebnis" für die Opposition. "Chavez wird es jetzt schwer haben, weiterhin die Idee zu verkaufen, dass es keine Alternative zu seinem Projekt gibt."

Rund 17 Millionen Bürger waren zum ersten Urnengang seit der herben Niederlage von Chavez beim Verfassungsreferendum von Ende 2007 aufgerufen. Medien sprachen von einer "wahren Feuerprobe" für die Zentralregierung. Chavez dürfte es nun schwer haben, noch einen Anlauf zur Verfassungsänderung zu unternehmen. Eine solche ist erforderlich, will er sich im Jahr 2012 erneut um das Präsidentenamt bewerben. (APA/Reuters)

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dr. kokos
 
29.12.2008 23:28
dämpfer für die opposition - chávez gewinnt um 1,3 millionen wähler hinzu!


damit wir mal die schlagzeile da oben endlich mal richtig stellen.

die wahrheit sieht doch so aus, dass das venezolanische demokratieprojekt (demokratie=volksherrschaft) gestärkt aus den regionalwahlen hervor gegangen ist.

gegenüber dem referendum haben um 1,3 millionen wähler mehr für die chávez-bewegung gestimmt, die wahlbeteiligung lag auf einem all-time-high.

das bedeutet, dass es chávez weiterhin gelingt, mehr und mehr venezolaner für seine ideen zu mobilisieren. ein prozess, dessen ende noch lange nicht abzusehen ist.

die welt kann froh sein, dass es endlich mal wieder einen charismatischen linkspolitiker gibt, der es wagt, dem durch das finanzkapital geformten medialen meinungseinheitsbrei zu widersprechen!

Horst Holger
28.11.2008 13:54
die Peinlichkeiten des "Demokraten" Chavez lassen so kurz nach den Wahlen

nicht lange auf sich warten (war auch schon nach dem verlorenen Referendum im Dez. 07 nicht anders):

Hugo Chávez erklärte letzte Nacht, daß einige der neuen gewählten Gouverneure und Bürgermeister der Opposition den Faschi+ten zuzuordnen sind und streng überwacht werden müssten.

Schon nach seiner Niederlage im letzten Referendum hat er flugs nachdem er die Niederlage zugegeben hatte und hier im Forum von seinen Getreuen gefeiert wurde, am nähsten Tag die Niederlage als "Sch+iss Sieg" bezeichnet. Chavez als Militär zeichnet sich damit erneut als Diplomat höchster Gnaden aus, der kein Blatt vor den Mund nimmt und in seinem Sprachgebrauch in etwa dem geistigen Grasnarbeniveau seiner hier im Forum postenden Freunde nahe kommt.

Horst Holger
28.11.2008 14:17
die Meinung der Venezolaner zu solchen Aussagen

unter dem Artikel stehend. Lesenswert!

http://www.noticias24.com/actualida... on/?cp=all

Horst Holger
28.11.2008 14:01
@ Peinlichkeiten des Hugo C. Teil II

"...Chavez mutmasst, daß der neue Gouverneur von Miranda den Einsatz von israelischen Sicherheitskräften für das Training der Polizei plant. Die einzige Intention des Gouverneurs sei es jedoch, fremde Milizen auf venezolanischem Gebiet zu etablieren, was er nichts akzeptieren werde."

Der Rinderwahnsinn hat also inzwischen auch Venezuela erreicht. Wie kann ein Präsident, der den Terroristen der FARC auf seinem Gebiet Schutz bietet, solche Aussagen, die einen gewissen Grad an Antisemitismus beinhalten, von sich geben?

Nowotila
28.11.2008 09:51
Mediale Glanzleistung: In einem Land gibt es 2 politische Lager

Das Lager A gewinnt 17 von 23 Regionen, 80% aller Mandate und 1,3 Mio. Stimmen hinzu.

Lager B gewinnt 5 von 23 Regionen, 20% aller Mandate und verliert 300 Tsd. Stimmen.

Wer ist der Sieger, laut unseren Nachrichtenagenturen? Natürlich Lager B.

Eine mediale Glanzleistung.

Horst Holger
27.11.2008 12:57
Des Hugo´s hohe Mathematik

Chavez behauptete nimmermüde in allen seinen Wahlreden, daß alle Venezolaner, die nicht für die Chavisten innerhalb der Regionalwahlen abstimmen würden, kontrarevolutionär und damit gegen ihn wären. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung:
Gesamtwähler im Wahlregister: 16.887.734 = 100.00%
abzüglich der "revolutionären" Wähler der PSUV:
5.504.902 = 33.00%
bleiben gemäß Chavez Rechnung noch
11.382.832 = 67,00% kontrarevolutionäre Kräfte über. Das ist echte Mathematik!

Und jetzt? Sofort das Militär lossenden um diese Kräfte niederzuringen!

GG22
27.11.2008 19:27
Sie rufen in einer österreichischen Zeitung

offen zum Staatsstreich auf um die gewählte Regierung eines anderen Landes zu stürzen?

Schämen Sie sich! Das ist meiner Einschätzung nach strafrechtlich relevant, kriminell.

Horst Holger
27.11.2008 19:32
können Sie lesen bzw. klar denken?

Ich habe nur des Chavez Worte wiederholt, der bei einer Niederlage in Zulia das Militär hinschicken wollte. Ist bisher nicht passiert und auch gut so! Drum: Trinken Sie einen Tee, das bruhigt! Kriminell ist meines Erachtens nach auf Postings zu antworten ohne die richtig gelesen zu haben, geschweigedenn verstanden zu haben. Unglaublich wieviel geballte Ignoranz sich in diesem Forum rumtummelt!

dr. kokos
 
27.11.2008 17:37

willst von der peinlichen niederlage der opposition ablenken mit deinem kasperltheater?

Nowotila
27.11.2008 14:51
Nichtwähler = Wähler für die Opposition?

Warum nicht einfach dem Chavez-Lager zuschlagen?

Kein Wunder, daß ihr die Wahlen abschaffen wollt, ihr wißt immer besser, was die Leute eigentlich gewählt haben, als die Leute selber.

Horst Holger
27.11.2008 17:04
wer nicht für Chavez wählt ist gegen ihn

das beinhaltet auch die Nicht-Wähler. Chavez Logik und nicht meine!

dr. kokos
 
27.11.2008 13:51
dämpfer für die opposition bei den regionalwahlen!


ja, das ist die kindergartenmathematik von horst holger.

die standard-überschrift müsste ja eigentlich wie meine oben lauten, denn gegenüber dem referendum 2007 haben um 1,3 millionen mehr menschen für chávez gestimmt, hingegen um 300.000 weniger für die opposition.

sowas nennt man einen herben rückschlag, gell horsti.

das beste aber ist, dass du nun mit deinen permanenten wahlfälschungslügen am ende der fahnenstange angekommen bist, und das weisst du auch.

chávez ist erneut gestärkt, weil niemand mehr an der rechtmäßigkeit der wahlen zweifelt.

Horst Holger
27.11.2008 14:49
geht koksi, ich habe doch nur die Logok der Chavisten aufgenomme

und wiedergegeben, was regst Dich auf?! Hast die 1,3 Mio und 300.00 ständig im Zwischenspeicher, die direkt in jedes Deiner Postings gepastet werden? Wird langsam langweilig, beschränken wir uns also auf wichtigere Themen wie z.B.: was sagst eigentlich zu den prognostizierten über 30% Inflation dises Jahr in Venezuela? DAS würde uns interessieren und inwieweit die Opposition daran Schuld hat.

Nowotila
27.11.2008 14:52

Im Vergleich zu euren 106% Inflation ist das bemerkenswert niedrig.

Schad um'd Red'!
27.11.2008 05:38
Dämpfer???? Nein, eine glatte Niederlage!!!!!

Die Sozialisten von Chavez konnten von den 5 nicht gewonnen Provinzen keine einzige gewinnen!!!!

Also da kann man nicht herumdeuteln, das ist eine glatte Niederlage für die Sozialisten von Chavez!


Auch der Standard-Journaille ist scheinbar keine Einschätzung zu blöd, um sie nicht wieder zu geben!

Käsebrötchen
 
26.11.2008 19:27

gerhard schröder hat möglicherweise einen seelenverwanten in venezuela ;)

Horst Holger
26.11.2008 12:27
Horst Holger
26.11.2008 10:19
lustig, wie unsere Chavez-hörigen hier die Situation schönreden

und die Verluste noch als Wahlsiege feiern! Nicht ganz so lustig finden die Situation Hugo C. und seine Anhänger, die sich große Sorgen machen (siehe Diskussionsforum auf der Chavistenseite aporrea.org). Sorge macht Ihnen vor allem, daß gerade in den ärmsten Teilen von Caracas wie Sucre und Petare die Oppositionellen gewonnen haben. Wurden etwa den ehemaligen Stammwählern von Chavez die Augen geöffnet? Haben Sie endlich eingesehen, daß Chavez von den vielen Versprechungen (Eindämmung Korruption, Kriminalität und Armut) nichts eingehalten hat, da nichts passiert ist? Die nächsten Wahlen bzw. Referenden werden es zeigen...

dr. kokos
 
26.11.2008 20:02

lustig, wie du die niederlage der opposition schön redest. 1,3 millionen mehr wähler für chávez als beim letzten referendum, 300.000 weniger für die opposition, sowas würde ich als einen herben rückschlag für letztere bezeichnen.

trestigres
26.11.2008 22:15
Vor den Wahlen hatte Chavez per Dekret - und damit im Widerspruch zur Verfassung - vor den Wahlen eine Reihe aussichtsreicher Kandidaten ausgeschlossen, insgesamt waren es 229 Personen. Nun möchte er noch eine Amtszeit auf Lebenszeit. Nimmt man seine

sich selbst verordnete staatlich Medienpräsenz - im Fernsehen "hier spricht der Präsident" - dazu dann sind dies wahrlich alles glänzende und für manche offenbar eindeutige "Beweise" für seine grunddemokratische Haltung. Dazu zählt wohl auch die Ausweisung von Menschenrechtsbeobachtern. Entlarvend auch wie dieselben, welche Chavez hochjubeln, in jedem anderen westlichen Land einen Präsidenten mit der gleichen Machtanmassung verteufeln (zu Recht). Bei Chavez aber gehen sie ehrfürchtig in die Knie. Eine Jahresinflation von deutlich über 30 Prozent, wobei die Preissteigerung bei den Lebensmitteln gar über 50 Prozent beträgt, sind für manche wohl untrüglichen Zeichen für einen erfolgreichen Sozialismus des 21 Jh....

dr. kokos
 
27.11.2008 17:36

1. zu diesem vorgang empfehle ich die lektüre des artikels "sperrung von kandidaten wegen korruption ist ein großer erfolg" gleich nebenan auf derstandard.at. da steht ein bisschen was anderes und man sieht auch gleich, dass es sich nicht um dekrete von chávez, sondern um entscheidungen des rechnungshofs handelt.
2. amtszeit auf lebenszeit, das ist eine glatte lüge. unbegrenzte wiederwahlmöglichkeit, das ist ganz was anderes.
3. niemand muss aló presidente ansehen, es gibt genug kanäle in ve. tv-cadenas des präsidenten sind in venezuela üblich, nicht erst seit chávez.
4. solange seine voten so eindrucksvoll ausfallen, ist nichts gegen die vom volk verliehene macht einzuwenden.
5. die inflation war früher immer noch viel höher!

Austro-Spanier0
27.11.2008 19:06
die inflation war früher immer noch viel höher

Du kennst ja sicher das spanische Sprichwort
"mal de muchos, consuelo de tontos".

dr. kokos
 
28.11.2008 01:22

klar, nur ist es in dem fall nicht angebracht. weil nämlich gerade chávez es war, der die inflationsrate gegenüber sämtlichen früheren regierungen substanziell gesenkt hat. der rückschlag in diesem jahr ist klar, ein tribut an den exorbitanten ölpreis. so ist das nun mal in einem land mit einer wirtschaftlichen monokultur, das an der holländischen krankheit leidet. was chávez noch schaffen müsste für nachhaltigen erfolg, das wäre die venezolaner davon zu überzeugen, dass es sinn macht, den in hülle und fülle vorhandenen boden auch zu bewirtschaften. ist aber schwer, wenn man generationen lang lebensmittel fast nur auf dem weltmarkt einkauft, weil man eh immer genug kohle dafür hat und deswegen lieber die anderen arbeiten lässt.

Watschnbaum pflanzen
27.11.2008 01:16
"Amtszeit auf Lebenszeit"

Das ist gelogen oder dumm.

Dann wollen die Regierungschefs von D, A, GB, E, F auch ihre Amtszeit auf lebenszeit.

Die Lüge ist euer Metier. Damals wie heute.

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