Harter Elfer brachte Violett zurück

22. November 2008, 20:10
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Wiener Austria setzte sich in enger Partie gegen Ried 3:1 durch - Oberösterreicher prolongierten schwarze Serie im Horr

Wien - Die SV Ried bleibt ein gern gesehener Gast im Horr-Stadion. Die Wiener Austria feierte am Samstag in der 19. Runde der Fußball-tipp3-Bundesliga einen hart erkämpften, auf Grund der zweiten Spielhälfte aber verdienten 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen die Innviertler, die in bisher 24 Partien in der Austria-Heimstätte bei einem Sieg und vier Remis bereits 19 Mal verloren haben. Die Gäste gingen zwar durch Nacho früh in Führung (3.), doch die Austria drehte das Spiel durch einen umstrittenen Acimovic-Elfmeter (13.), ein Tor von Okotie (63.) und einen weiteren Treffer des Slowenen (84.).

Der Wintereinbruch hatte nicht nur Folgen für den Rasen, sondern auch für die Fans. Durch den nachmittäglichen Schneesturm vereisten nämlich die Ränge der brandneuen Ost-Tribüne und diese wurde daraufhin behördlich gesperrt, die treuesten Fans der Violetten mussten daher wieder auf ihre alte Heimat West-Tribüne ausweichen.

Die Gäste gingen mit ihrer ersten Offensivaktion in Führung. Nach Lexa-Kopfvorlage schlug Austrias Jung-Innenverteidiger Dragovic ein verhängnisvolles Luftloch, Nacho bedankte sich höflich und bezwang Safar zu seinem siebenten Saisontreffer (3.). Austria - mit dem 4-3-2-1-Erfolgssystem vom Wiener Derby - drängte auf den raschen Ausgleich, doch Standfest scheiterte alleine vor Gebauer (7.). Ein umstrittener Elfmeter brachte dann aber das 1:1, Burgstaller soll eine Flanke von Krammer den Ball mit der Hand abgefangen haben, Schiedsrichter Krassnitzer entschied auf Penalty.

Acimovic trat an und verwertete souverän ins linke Eck (13.), auch für den Slowenen war es das siebente Saisontor. Zudem war es der 17. verwandelte Austria-Elfer in der Liga in Folge. Trotz der raschen Antwort taten sich die Austrianer schwer das Spiel unter Kontrolle zu bringen, Ried erwies sich als die erwartet harte Nuss und versteckte sich auch nicht. Okotie (22.) und Suttner (40.), dessen Kunstschuss am Kreuzeck vorbeirauschte, vergaben die besten Austria-Chancen zur Pausenführung, bei den Riedern hatten Lexa (28.) und Drechsel (45./Freistoß) Möglichkeiten auf die neuerliche Führung.

In den zweiten 45 Minuten war die Austria stärker, doch die Gäste haderten weiter mit den Schiri-Entscheidungen, nach Attacke von Standfest an Nacho blieb der Elferpfiff aus (50.). Auch beim 2:1 fühlten sich die Rieder benachteiligt, denn beim Bazina-Ballgewinn gegen Berger hätte man ohne weiteres auch auf Foul entscheiden können. Doch so verlängerte Glasner eine Standfest-Flanke unglücklich zu Okotie, dieser tanzte Hackmair aus und schoss das 2:1 (63.).

Okotie hätte den Sieg wenig später fixieren können (72.), doch so musste Austria-Coach Karl Daxbacher bei immer stärker werdendem Schneefall bis zum 3:1 von Acimovic nach Okotie-Pass zittern (84.). In der Nachspielzeit traf Nacho die Stange (93.). Für die Truppe von Ried-Trainer Paul Gludovatz war es im sechsten Saisonduell (inklusive Cup) mit den Wiener Clubs Austria und Rapid erst die zweite Niederlage, die zweite gegen die Violetten.

FK Austria Wien - SV Josko Fenster Ried 3:1 (1:1). Wien, Franz Horr Stadion, 5.331, SR Krassnitzer.

Torfolge: 0:1 ( 3.) Nacho, 1:1 (13.) Acimovic (Hand-Elfmeter), 2:1 (63.) Okotie, 3:1 (84.) Acimovic

Austria: Safar - Standfest, Bak, Dragovic, Suttner - Krammer, Blanchard, Sulimani (89. Madl) - Bazina, Acimovic (91. Majstorovic) - Okotie (90. Mössner)

Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Hackmair (76. Bammer), Mader, Ulmer - Lexa (87. Strak), Drechsel (65. Hadzic), Berger - Nacho

Gelbe Karten: Standfest, Sulimani bzw. Burgstaller, Nacho

 

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