Reederei: Piraten ließen griechischen Frachter gegen Lösegeld frei

22. November 2008, 18:42
posten

Gekaperte Schiffe in den vergangenen zwölf Monaten mit mehr als 150 Millionen Dollar freigekauft

Athen - Den im September entführten griechischen Chemikalien-Frachter haben somalische Piraten gegen Lösegeld freigegeben. Das erklärte am Samstag die in Piräus ansässige Reederei Mare Shipmanagement. Wie viel Lösegeld gezahlt wurde, wollte sie nicht sagen. Wie das griechische Handelsmarine-Ministerium mitteilte, kam auch die 19-köpfige Besatzung der unter liberianischer Flagge fahrenden "Genius" unversehrt frei. Die "MV Genius" sei nun auf dem Weg zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und inzwischen 800 Kilometer von Somalia entfernt.

Lösegeldzahlungen

Das Schiff wurde am 26. September im Golf von Aden gekapert. Ein Sprecher der Reederei sagte, die Piraten hätten sofort danach Kontakt aufgenommen und Lösegeld verlangt. "Unsere erste Sorge galt der Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung", sagte Ctesiphon Koukoulas.

Somalische Piraten haben nach kenianischen Regierungsangaben in den vergangenen zwölf Monaten Lösegeldzahlungen von mehr als 150 Millionen Dollar (knapp 120 Millionen Euro) erhalten. Der kenianische Außenminister Moses Wetangula rief die Eigentümer gekaperter Schiffe am Freitag dazu auf, künftig kein Geld mehr zu zahlen, da dies die Piraten nur ermutige. Das saudi-arabische Außenministerium hatte am Freitag erklärt, es werde nicht mit den Piraten verhandeln. Was die Eigner der Schiffe machten, müssten sie selbst entscheiden. (APA/AP)

 

Share if you care.