Der komplette Arbeitsplatz aus dem Netz

22. November 2008, 18:28
1 Posting

Fujitsu Siemens bietet IT-Infrastruktur als Dienstleistung - Speziell auf die KundInnen angefertigte Rechner werden beliebter

Im Zeitalter des Cloud-Computing werden zunehmend mehr Produkte und Applikationen online als Dienstleistung ("as a Service") angeboten. So werden Programme ebenso wie Online-Speicherplatz von Unternehmen zu On-Demand-Angeboten verschnürt und als Dienstleistung an Kunden herangetragen. Der Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC)  will nun mit "Infrastructure as a Service" einen Schritt weitergehen und beispielsweise komplette PC-Arbeitsplätze als Service anbieten.

"Dynamic Infrastructures"

Unter dem Schlagwort "Dynamic Infrastructures" stattet das Unternehmen nun Kunden je nach ihrem tatsächlichen Bedarf mit IT-Infrastruktur aus, erläutert FSC-CTO Joseph Reger. "Workplace as a Service" nennt FSC das Angebot, einen kompletten Arbeitsplatz als Dienstleistung aus dem Web zu beziehen. Der User muss sich hierfür beim Hostanbieter einloggen und bekommt seinen PC-Desktop via Browser geliefert. Das Arbeiten auf dem virtuellen Computer unterscheidet sich kaum von der Arbeit auf einem Rechner, bei dem Betriebssystem, Software und Applikationen lokal installiert sind. Zur Wahl stehen neben verschiedenen Betriebssystemen auch eine Reihe an Programmen, darunter beispielsweise das Office-Paket.

Virtuelles konfigurieren

Konfigurierbar ist auch die Hardwareausstattung des virtuellen Rechners, zum Beispiel die Größe der Festplatte. Ansonsten entspricht die Konfiguration und Leistung jener aktueller PCs vom Fachhändler. Um den virtuellen Rechner muss sich der Kunde nicht weiter kümmern, weder müssen die Geräte gewartet noch muss auf den Virenschutz geachtet werden. Der Preis für einen Arbeitsplatz als Dienstleistung wird bei etwa 40 Euro pro Monat und Client liegen. Kernidee des neuen Ansatzes sei die Erkenntnis, dass es keine Standard-IT-Infrastruktur gibt, die für alle KundInnen passt und deren Bedürfnissen entspricht, so der FSC-Manager. Mit neuen Geschäftsanforderungen würde die benötigte Infrastruktur für viele Unternehmen äußerst komplex, das Management zunehmend schwieriger. Diese speziellen Anforderungen werden jedoch nicht nur bei UnternehmenskundInnen sichtbar, die eine umfangreiche IT-Lösung benötigen, sondern auch schon bei den Rechnern und Notebooks, die FSC an seinen beiden deutschen Standorten fertigt.

Speziell für die KundInnen

"Derzeit liegt die Rate der costumized, also speziell für die KundInnen angefertigten PCs bei etwa 35 Prozent", erläutert Wolfgang Horak, Geschäftsführer von FSC Österreich und der Schweiz. Künftig werde dieser Prozentsatz deutlich nach oben gehen. "Ich bin der Auffassung, dass in Zukunft 90 Prozent der Computer speziell für Kunden angefertigt werden", so Horak. Mit Dynamic Infrastructures stellt sich FSC jedenfalls als umfassender Anbieter von Infrastrukturdiensten auf.

Effizienter

"Wir nutzen unsere Erfahrung als Computerhersteller, um unseren Kunden ein komplettes Infrastrukturpaket anbieten zu können. Wir legen den Fokus nun je nach Kunden auf die speziellen Anforderungen", so Reger. Kunden komme dies entgegen, da sie ihre Ressourcen effizienter einsetzen und ihre Arbeit optimieren können. Kunden selbst können entscheiden, inwieweit sie IT als eigene Kernkompetenz sehen und wie sehr sie auf der anderen Seite externe Partner einbinden wollen.(pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    PC-Arbeitsplatz steht je nach Bedarf online zur Verfügung.

Share if you care.