SPÖ-Kandidatenliste für Landtagswahl mit 90 Prozent abgesegnet

22. November 2008, 14:54
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Kärnten-Wahl am 1. März 2009 - SP-Chef Rohrs Wahlziel: Der erste Platz und der Landeshauptmann

St. Veit/Glan - Mit einer Zustimmung von 90 Prozent hat am Samstag der Kärntner SPÖ-Parteirat in St. Veit/Glan die Kandidatenliste für die Landtagswahl am 1. März 2009 beschlossen. Der Parteirat ist das zweithöchste Gremium der SPÖ, 114 Delegierten hatten sich in der Bezirksstadt versammelt, man versuchte, Aufbruchsstimmung zu verbreiten. Parteivorsitzender Reinhart Rohr betonte, die Sozialdemokraten seien "die verlässliche Kraft im Lande".

Die Liste mit vielen bekannten Namen wird von Parteichef Reinhart Rohr angeführt, gefolgt von den Landesräten Peter Kaiser und Nicole Cernic. Platz acht der Landesliste, er war beim Parteivorstand noch freigelassen worden, ging an die Jugendfunktionärin Marie-Theres Grillitsch vom Aktionskomitee kritischer Schüler. Die Liste wurde mit 99 Ja-Stimmen abgesegnet, elf Delegierte votierten dagegen, zwei Stimmen waren ungültig. Die Frauenquote liegt bei etwa 30 Prozent, unter den ersten 18 Listenplätzen finden sich sechs Frauen.

Kampf gegen Teuerung

Rohr stellte in seiner Ansprache die Themen Arbeitsplatz, Kampf gegen Teuerung und für ein leistbares Leben in den Mittelpunkt. Er unterstrich, dass seine Partei "Politik mit Handschlagqualität" betreibe: "Die Menschen können sich gerade in schwierigen Zeiten auf die Sozialdemokratie verlassen." Sein Wahlziel ist es, das BZÖ zu überholen und als stimmenstärkste Partei den Anspruch auf den Landeshauptmann zu stellen. Dies sei absolut erreichbar, so Rohr: "Wir haben noch im Oktober um den Dreier vorne gekämpft, inzwischen sind wir von Woche zu Woche stärker geworden."

SPÖ will Nummer eins werden

Um den Landeshauptmannsessel zu erreichen, müsse man auf jeden Fall die Nummer Eins werden, meinte der SPÖ-Chef. In den vergangenen Wochen habe sich nämlich gezeigt, dass die ÖVP wohl in erster Linie mit dem BZÖ zusammenarbeiten wolle. Als Beweis führte er die Wahl Gerhard Dörflers zum Landeshauptmann ebenso an wie den gemeinsamen Beschluss des Nachtragsbudgets in Regierung und Landtag. (APA)

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