FP-Niederösterreich will der "Pröll-EVN" einheizen

21. November 2008, 20:30
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Landesrätin Rosenkranz berichtet von "enormen Zuzug an Neumitgliedern" und startet Unterschriftenaktion gegen Preiserhöhung bei Gas und Strom

Stockerau  - Die FPNÖ fordert weiter die Rücknahme der Energiepreissteigerungen. Aus diesem Grund wurde nun eine neue Kampagne gestartet. Bei der Aktion "Heizen wir der Pröll-EVN ein" werden Unterschriften gesammelt, wie Landesrätin Barbara Rosenkranz anlässlich einer Arbeitsklausur der FPÖ-Niederösterreich in Stockerau (Bezirk Korneuburg) am Freitagabend betonte.

Die EVN stehe zu 51 Prozent im Besitz des Landes NÖ, Landeshauptmann Erwin Pröll hätte es daher nicht schwer, eine Preisreduktion zu erwirken, so FPNÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl. Die von der EVN angekündigte - stufenweise - Senkung der Gaspreise im Jänner und März 2009 sei ein "Schmäh". Auch nach der Rücknahme von 18 Prozent würden 20 Prozent Erhöhung übrig bleiben. "Unterm Strich sind das 200 Euro Mehrkosten für jeden Haushalt", so Waldhäusl. Die Preiserhöhung bei Gas und Strom müsse rückgängig gemacht werden, betonte Rosenkranz.

Rosenkranz fordert jetzt "Umdenken in der Wirtschaftspolitik"

Waldhäusl schilderte, dass ihm viele Betroffene berichtet hätten, dass sie sich die neuen Tarife nicht mehr leisten können. Die Aktion der FPNÖ kann auf einem Folder, im Internet auf www.raubritterstopp.at oder auf Unterschriftenlisten signiert werden.

Abseits vom Kernthema Energiepreise berichtete Rosenkranz von einem "enormen Zuzug an Neumitgliedern" bei der FPNÖ. "Das ist sehr erfreulich", so die Landesrätin. In Sachen Finanzkrise sprach sich Rosenkranz für ein "grundsätzliches Umdenken in der Wirtschaftspolitik" aus. Das Streben nach kurzsichtigem Profit sei nun am Ende angelangt.

Rosenkranz plädierte dafür, öffentliche Gelder mündelsicher anzulegen. Man dürfe sich nicht auf Risikoveranlagungen einlassen, so Rosenkranz in Richtung Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka. Zudem forderte die FP-Landesrätin, "dort wo der Staat eingreifen kann", Einfluss auf Managergehälter zu nehmen. Diese sollten auf die Höhe des Salärs eines Landeshauptmannes angepasst werden.

In Niederösterreich sei "im Gegensatz zu anderen Bundesländern eine deutliche Senkung der Gaspreise ab 2009 bereits fix", reagierte VP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner auf die FP-Kritik in einer Aussendung. (APA/red/derStandard.at, 21. November 2008)

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