Washington schickt nach 36 Jahren wieder Botschafter

21. November 2008, 20:25
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Gene Cretz wird erster Spitzendiplomat im nordafrikanischen Land seit 1972

Washington - Zum ersten Mal seit 36 Jahren entsenden die USA wieder einen Botschafter nach Libyen. Der US-Senat billigte die Ernennung von Gene Cretz für den diplomatischen Posten. "Wir sind sehr erfreut", sagte US-Außenamtssprecher Sean McCormack am Freitag. Cretz war bereits im Juni 2007 von Präsident George W. Bush nominiert worden, nun erfolgte die offizielle Bestellung.

Washington hatte 2006 wieder diplomatische Beziehungen mit dem nordafrikanischen Land aufgenommen, nachdem sich Staatschef Muammar al-Gaddafi drei Jahre zuvor öffentlich vom Terrorismus abgewendet hatte. Inzwischen leistet Libyen auch Entschädigungszahlungen für Terroropfer.

Die USA hatten Anfang des Monats die Überweisung von 1,5 Milliarden Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) in einen Fonds bestätigt, aus dem Betroffene von zwei von Libyen organisierten Terrorattacken kompensiert werden sollen. Dabei geht es um den Anschlag auf eine PanAm-Maschine 1988 über Lockerbie und den auf die Berliner Diskothek "La Belle" 1986. (APA/dpa)

 

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