Kein Geldregen für Unis

21. November 2008, 17:21
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Für die Hochschulen dürfte der Koalitionspakt eine Enttäuschung werden, die einst versprochene Budgeterhöhung bleibt aus

Wien - Für die Universitäten dürfte der rot-schwarze Koalitionspakt eine Enttäuschung werden. Mit dem großen Geldregen brauchen sie nicht zu rechnen. Dem Vernehmen nach wird Wissenschaftsminister Johannes Hahns Wunsch nach deutlich mehr Geld für die Unis nicht erfüllt - weil ja alle Ressorts sparen müssten. Das heißt, die Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP sind vom Uni-politischen Pfad der Hoffnung in ein üppigeres Hochschulland weit abgekommen.
Das in mehreren Beschlüssen festgelegte Ziel, bis zum Jahr 2020 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für den tertiären Bildungsbereich (Unis und Fachhochschulen) auszugeben, ist in weiter Ferne. Es hätte bedeutet, dass die Unis 2009 600 Millionen Euro zusätzlich bekommen hätten sollen - dieser Betrag ist absolut ausgeschlossen - plus jenen Millionenbetrag, der den Unis aus der Ausweitung der Befreiung von der Studiengebühr fehlt, mindestens 100 Millionen Euro. "Das hätten die Unis sonst extra bekommen können", hieß es am Freitag. Fix sind auf jeden Fall für alle Fächer Studieneingangsphasen, die entscheiden, ob jemand weiterstudieren darf oder nicht. Im Bildungskapitel finden sich aber auch Stehsätze wie die Weiterentwicklung der Lehrerausbildung und engere Zusammenarbeit von Unis und Pädagogischen Hochschulen im rot-schwarzen Pflichtenheft. (Lisa Nimmervoll/DER STANDARD-Printausgabe, 22. November 2008)

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