Ausgedehnte Gletscher auf dem Mars entdeckt

23. November 2008, 18:09
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Der "Mars Reconnaissance Orbiter" der NASA hat das Wassereis unter einer dünnen Gesteinsschicht gefunden

Ausgedehnte Gletscher aus Wassereis hat der "Mars Reconnaissance Orbiter" der US-Weltraumbehörde NASA auf dem Mars entdeckt. Die Gletscher in der Hellas-Region in der südlichen Hemisphäre - und damit außerhalb der Polregionen - liegen an den Hängen steiler Felsgrate und werden von einer dünnen Gesteinsschicht geschützt. Radarmessungen haben ergeben, dass sich das Wassereis über "Dutzende Meilen" erstreckt, schreibt das Forschungsteam in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals "Science".

Die Gletscher könnten Überreste einer längst vergangenen Eiszeit sein und von der Steinschicht geschützt worden sein, gab die NASA in einer Aussendung bekannt. Der Fund sei mit den massiven Eisgletschern vergleichbar, die unter Felsenschichten in der Antarktis gefunden wurden.

Wasserquelle

Die schürzenartigen Strukturen am Fuße von Bergmassiven sind seit den Bildern der Viking-Sonde in den 1970ern ein Rätsel. Dies wurde nun vom italienischen Bodenradar an Bord der Sonde gelöst. Und weil viele ähnliche Strukturen auf der Marsoberfläche zu finden sind, vermuten die Forscher zahlreiche weitere Gletscher. Dies hat nicht nur wissenschaftliche Relevanz, sondern auch eine praktische Bedeutung: "Die Mars-Gletscher könnten eine Wasserquelle für künftige Marserkundungsmissionen sein", so Studienleiter John W. Holt von der University of Texas in Austin. (red)

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    In der Hellas-Region wurde dieser Berg inkl. Umgebung mit Radarmessungen untersucht.

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    So wurden auch außerhalb der Polarregionen große Mengen an Wassereis entdeckt.

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