ATX: Tiefster Stand seit Jänner 2004

21. November 2008, 15:52
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Ein Kommentar von Christoph Schultes aus dem Equity Weekly der Erste Bank

Der ATX gab in dieser Woche weitere 12,2% nach und markierte damit den tiefsten Stand seit Jänner 2004. Wochenverlierer war Wienerberger, die weitere Stilllegungen von Ziegelwerken bekanntgab. Mit einem Minus von über 31% rutschte die Aktie unter neun Euro, einen Wert, den wir zuletzt 1989 - also vor fast 20 Jahren gesehen hatten. Der STRABAG ging es nur unwesentlich besser, auf Wochensicht stand ein Minus von 23% zu Buche. Der weiterhin fallende Ölpreis belastet nicht nur die OMV (ebenfalls -23%), sondern über Umwege (russische Wirtschaft) auch die Raiffeisen International, die auf Wochensicht 22% einbüßte.

Immerhin konnten aber auch drei ATX-Aktien in dieser Woche eine positive Performance aufweisen. Die exklusiven Verhandlungen mit der Lufthansa und die sich daraus ergebende Hoffnung eines möglichen Pflichtangebots beflügelten die AUA-Aktie, die mit einem Plus von knapp über 12% der Wochengewinner war. Die Post konnte ebenfalls deutlich zulegen und zwar um mehr als 10%.

Mayr-Melnhof beendete die Woche marginal fester. Von Unternehmensseite berichteten unter anderem voestalpine, deren Halbjahresergebnisse innerhalb unserer Erwartungen lagen. Aber auch ein bestätigter Ausblick konnte der Aktie, die um fast 16% nachgab, in diesem Umfeld nicht helfen. Die Q3 Ergebnisse des Flughafen Wien und der SBO trafen ebenfalls unsere Erwartungen, beide Aktien verloren dennoch rund 12%. An der "Nebenfront" (ATX prime) gab Kapsch TrafficCom Halbjahreszahlen bekannt, und die fielen wie erwartet stark aus, die Aktie konnte um knapp 9% zulegen.

In der nächsten Woche präsentieren unter anderem STRABAG, UNIQA, CAToil, Hirsch Servo und phion. Von der Immo Seite gibt es Ergebnisse von ECO Business, conwert, Warimpex und den CA Immos. Zuviel sollten wir in nächster Zeit nicht erwarten. Fundamentale Fakten zählen wenig, es wird weiter auf die internationalen Vorgaben zu achten sein.

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