FC Bayern in Hoffenheims Nacken

21. November 2008, 15:35
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Münchner daheim gegen Schlusslicht vor Pflichtsieg - Neururer über Trainer-Kollegen Klinsmann: "Bestbezahlter Lehrling im Weltfußball" - Veh übt Selbstkritik

Berlin - Das 2:2 zuletzt in Gladbach hat den FC Bayern München in seinem Bemühen gebremst, noch vor Jahresfrist den ersten Platz in der Tabelle zu erklimmen. Am Samstag in der 14. Runde der deutsche Fußball-Bundesliga unternimmt der aktuelle Double-Gewinner einen neuerlichen Versuch, auf das punktegleiche Spitzenduo Bayer Leverkusen und TSG 1899 Hoffenheim Boden gutzumachen. Derzeit beträgt der Rückstand des Titelfavoriten drei Zähler.

Während der Jäger in der Allianz-Arena gegen Schlusslicht Energie Cottbus vor einem Pflichtsieg steht, müssen die Leverkusener auswärts in Bielefeld antreten bzw. messen sich Andreas Ibertsberger und Co. in Köln in einem Aufsteiger-Duell. Vor der Winterpause ist an der Spitze noch alles möglich. Nach dem Samstag folgt für die Bayern das Gastspiel in Leverkusen und danach die Heimpartie gegen die Baden-Württemberger.

"Wir wollen noch Punkte gutmachen bis zur Winterpause", verkündete Bayern-Feldherr Jürgen Klinsmann, über den Kollege Peter Neururer, der am Montag vom Zweitligisten MSV Duisburg anheuert wurde, sagt: "Er ist für mich der bestbezahlte Lehrling im Weltfußball." Ein anderer Trainer übt hingegen Selbstkritik. Vor dem Spiel in Wolfsburg gestand Armin Veh, für die sportliche Krise des VfB Stuttgart verantwortlich zu sein.

Dass die Schwaben auf dem elften Rang liegen, sei der schlechten Personalpolitik nach dem Titelgewinn 2007 zuzuschreiben. "Dafür bluten wir heute noch", sagte Veh. Von den in der obersten deutschen Spielklasse engagierten Österreichern wird neben Ibertsberger am ehesten Christian Fuchs von Beginn an zum Einsatz kommen. Der ÖFB-Teamspieler des VfL Bochum hofft im Heimspiel gegen Hertha BSC auf den zweiten Saisonsieg, den ersten nach neun Runden.

Für Spannung und Brisanz im Norden sorgt stets das Derby zwischen dem Hamburger SV und SV Werder Bremen, dem Arbeitgeber von Sebastian Prödl und Martin Harnik. Im Vorfeld des 89. Traditionsduells am Sonntag trafen HSV-Stürmer Ivica Olic und Werder-Keeper Tim Wiese zu einem Friedensgipfel, um nach der Kung-Fu-Attacke gegen den Legionär am 7. Mai in Hamburg die Wogen zu glätten. "Die Sache ist abgehakt", erklärte Olic danach.

Eintracht Frankfurt, der Verein des Langzeitverletzten Ex-Rapidler Ümit Korkmaz, hat am Samstag Hannover 96 zu Gast.(APA/dpa)

 

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