Sa: Ried zu Gast in Favoriten

21. November 2008, 13:54
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Daxbacher: "Werden ab nun am Rapid-Spiel gemessen" - Vorstand Parits fordert drei Punkte - SVR-Coach Gludovatz: "Sind dabei, Leistungen zu bestätigen"

Wien/Ried - Der FK Austria Wien muss am Samstag im Heimspiel gegen die SV Ried jenes Gesicht zeigten, mit dem die Violetten Meister Rapid vor nicht einmal zwei Wochen zu Hause 2:0 besiegt haben. "Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass wir wieder unter Druck stehen. Wollen wird oben dabei bleiben, müssen wir mehr als 100 Prozent geben und drei Punkte her", sagt Austria-Vorstand Thomas Parits vor dem Heimspiel der 19. Runde zur tipp3-Fußball-Bundesliga.

Die Favoritner liegen vier Punkte hinter dem Lokalrivalen aus Hütteldorf, sechs hinter Sturm Graz und weisen auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg schon acht Zähler Rückstand auf. Von den sechstplatzierten Riedern trennen sie sechs Punkte. Dass die Aufgabe alles andere als leicht wird, wissen am Verteilerkreis alle. Sie hat sich nämlich schon längst herumgesprochen, die Stärke der Innviertler, die im Horr-Stadion von bisher 23 Spielen (1-4-18) nur eines (2:0 am 14. August 1999) gewonnen haben.

"Sie haben aber jetzt eine gute Taktik gefunden. Es ist ganz schwer, gegen sie Tore zu erzielen", weiß Karl Daxbacher spätestens seit dem 25. Oktober und der 1:3-Auswärtsniederlage in Ried. Wenn seine Elf so auftrete wie im Derby gegen Rapid, dann sei eine erfolgreich Revanche zu schaffen. "Meine Mannschaft wird ab nun vom Einsatz und der Bereitschaft immer am Rapid-Spiel gemessen," meint der Austria-Trainer.

Die drei Innen- und zwei Außenverteidiger des Gegners würden die Aufgabe schwierig machen. Was dagegen zu tun ist? Über die Flanken angreifen, die Stärken bei Standards ausspielen, bei Ballgewinn so schnell wie möglich nach vorne spielen, um in die freien Räume zu kommen bzw. die Rieder sich nicht formieren lassen. "Und das erste Tor erzielen, denn dann muss der Gegner aufmachen."

Mit der Abwehr, in der Dragovic weiterhin den verletzten Schiemer vertritt, ist Daxbacher in den jüngsten zwei Spielen (2:0 Rapid und 0:0 in Mattersburg) zufrieden gewesen. Es ist denkbar, dass Drechsel ähnlich wie zuletzt der Rapidler Hofmann (durch Troyansky) auf Schritt und Tritt verfolgt wird. Dazu bemerkte Daxbacher: "Ried lebt aber mehr vom System". Eine "Nullnummer" ist aufgrund der Statistik unwahrscheinlich.

Heimspiele Austrias gegen die Rieder waren stets ein Torgarant. In 13 Jahren hat es im Horr-Stadion nur ein einziges 0:0 gegeben. Das war im Rieder Aufstiegsjahr am 8. November 1995. Zuletzt haben die Veilchen gegen die Innviertler vier Heimsiege in Serie gefeiert. Die Rieder haben aus ihren jüngsten 22 Auswärtsspielen (1-4-17) nur eines erfolgreich gestaltet und das war am 27. September 2008 mit dem 1:0 in Altach.

"Aus meiner eigenen Zeit in Ried weiß ich, dass sich die Mannschaft in der Fremde um einiges schwerer tut. Trotzdem müssen wir aufpassen. Ich tippe, dass wir 2:0 gewinnen", sagt der noch immer verletzte Austria-Abwehrmann Franz Schiemer. Andres Ulmer, der früher den Austria-Dress getragen hat und jetzt in Ried auf der linken Seite wirbelt, spricht von einer "verdammt schwierigen Aufgabe."

Das Manko der Rieder sei, auswärts nicht mit jenem Selbstvertrauen zu agieren wie daheim. "Gegen Austria haben wir die nächste Möglichkeit, diesbezüglich einen Schritt nach vorne zu machen", sagt Ulmer. Sein Trainer Paul Gludovatz hofft, dass seine Mannen an die erste Spielhälfte von Graz (0:3) gegen Sturm anschließen: "Da haben wir gut nach vorne gespielt, leider die Konter nicht zum Abschluss gebracht."

"Wir sind dabei, unsere Leistungen zu bestätigten. Zum großen Teil gelingt uns das in Heimspielen, doch jetzt wird es Zeit, dass sich das auch auswärts in Resultaten niederschlägt. Gelingt uns das vom läuferischen und taktischen, dann besitzen wir auch in Wien zumindest die Chance auf einen Zähler", meint Gludovatz. Der Burgenländer muss auf sechs Mann, darunter der gesperrte Kujabi, verzichten, und wird zwei oder drei Amateure mitnehmen. (APA)

FK AUSTRIA WIEN - SV JOSKO RIED (Samstag, Horr-Stadion, 18.00 Uhr/live Premiere Sportkanal, Schiedsrichter Manfred Krassnitzer/Kärnten). Ergebnisse 2007/08: 1:0 (auswärts), 2:1 (h), 1:1 (a), 2:0 (h); 2008/09: 3:1 (h), 1:3 (a)

Austria: Safar - Standfest, Bak, Dragovic, Troyansky - Krammer, Blanchard, Suttner - Bazina, Acimovic - Okotie

Ersatz: Almer - Majstorovic, Madl, Sulimani, Netzer, Diabang

Es fehlen: Hattenberger, Schiemer, (beide verletzt), Sun, Metz, Topic (alle Amateure)

Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Hadzic/Hackmair, Mader, Ulmer - Lexa, Drechsel, D. Berger - Nacho

Ersatz: Auer - Bammer, Strak, Kovacevic, plus zwei oder drei Amateure (noch nicht nominiert)

Es fehlen: Kujabi (gesperrt), Brenner, Salihi, Thoth, Hofer (alle verletzt)

 

 

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