Etappen der internationalen Klimapolitik

21. November 2008, 12:46
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Hamburg - Bereits die erste Weltklimakonferenz von 1979 bezeichnete den Klimawandel als ein vordringlich zu lösendes Problem. Es folgte 1988 die Gründung des Weltklimarates (IPCC), der Daten zum Klimawandel sammeln und Strategien dagegen entwickeln soll, und eine Reihe weiterer Konferenzen.

RIO DE JANEIRO 1992: Auf einem Gipfeltreffen wurde vereinbart, den Ausstoß der Treibhausgase so zu begrenzen, dass "sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können" und "die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird". Nach Meinung vieler Forscher kann dieses Ziel erreicht werden, wenn die globale Temperatur nicht stärker als zwei Grad Celsius über den Wert vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert steigt. Rund 190 Staaten haben die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ratifiziert, darunter auch die USA.

KYOTO 1997: Das Protokoll von Kyoto gilt als erster konkreter Schritt, um die Ziele der Rio-Konvention umzusetzen. Die Industriestaaten verpflichten sich im japanischen Kyoto, den Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase bis 2012 um mindestens 5 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Die Entwicklungsländer erhielten damals noch keine Auflagen. Inzwischen haben mehr als 180 Staaten Kyoto ratifiziert - nicht jedoch die USA.

BALI 2007: Die Konferenz vereinbart einen Fahrplan für ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll. Er sieht vor, die Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren zu beenden, die kommende Konferenz von POSEN 2008 gilt als ein Zwischenschritt.

KOPENHAGEN 2009: Auf dieser Konferenz soll das neue globale Abkommen zur Annahme vorgelegt werden. In dem neuen Vertrag soll der Schutz der Tropenwälder eine besondere Rolle spielen.

Auch G8-Gipfel beschäftigten sich mit dem Klimaschutz:

HEILIGENDAMM 2007: Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt den Klimaschutz in den Mittelpunkt des G8-Gipfels. US-Präsident George W. Bush stimmt zu, dass eine Halbierung bis 2050 "ernsthaft in Betracht" gezogen und unter dem Dach der UN weiter verhandelt wird.

TOYAKO 2008: Der G8-Gipfel in Toyako verständigte sich auf eine Reduzierung des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes um mindestens 50 Prozent bis 2050. (APA/dpa)

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