Nicht-steroidale Antirheumatika wie Aspirin senken PSA-Wert

21. November 2008, 12:21
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Wie das Ergebnis interpretiert werden kann, muss erst noch geklärt werden

Washington - Aspirin, Ibuprofen und andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) senken den Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) und verändern so das Resultat des Tests zur Krebsvorsorge. Untersuchungen an mehr als 1.200 Männern zeigen, dass Aspirin den Wert, der auf Veränderungen der Prostata hindeutet, um durchschnittlich neun Prozent senkt. Noch stärker reduziert war er bei jenen Teilnehmern, bei denen die Forscher der Vanderbilt Universität in Nashville tatsächlich ein Prostatakarzinom feststellten.

Unklar ist die Interpretation des Resultates: Die Senkung des Wertes könnte bedeuten, dass NSAIDs vor Prostatakrebs schützen. Diese Vermutung, auf die schon frühere Studien hingedeutet haben, könnte aber auch lediglich darauf beruhen, dass Erkrankungen wegen des geringeren PSA-Wertes unerkannt bleiben. Dies müsse nun geklärt werden, sagte Studienleiter Jay Fowke auf einem Krebsforscher-Kongress in Washington.

Fast die Hälfte der Untersuchungsteilnehmer nahm NSAID-Präparate ein. Erst kürzlich hatte eine Studie gezeigt, dass auch Cholesterinsenker den PSA-Wert verringern. (APA/AP)

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