BTV mit unverändertem Konzern-Überschuss

21. November 2008, 09:08
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Auch für das Gesamtjahr wird ein unverändertes Ergebnis erwartet, allerdings könnten Abwertungen noch zu Verschlechterungen führen

Wien - Die zur 3-Banken-Gruppe gehörende Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) AG konnte nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2008 den Konzernperiodenüberschuss unverändert bei 35,7 Mio. Euro halten. Der Periodenüberschuss vor Steuern ging leicht um 2,9 Prozent auf 41,0 (42,2) Mio. Euro zurück. Die Bilanzsumme stieg um 7,5 Prozent auf 8,66 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der BTV-Vorstand trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein unverändertes Konzernergebnis, das aber vor allem durch Abwertungserfordernisse aufgrund niedrigerer Wertpapierkurse per Jahresende unter dem Vorjahr liegen könnte, geht aus dem heute, Freitag, veröffentlichten Quartalsbericht hervor.

Der Zinsüberschuss lag in den ersten neun Monaten mit 105,1 Mio. Euro um 18 Mio. Euro oder 20,6 Prozent über der Vorjahresperiode. Es resultierte aus den gestiegenen Kundengeschäftsvolumen bei Finanzierungen und Primäreinlagen sowie aus guten Ergebnissen im Geldhandel, so die Bank. Die Kreditrisikovorsorgen lagen mit 18,6 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 20,3 Mio. Euro.

Wertpapierumsatz leidet

Der Wertpapierumsatz und damit das Provisionsergebnis litten unter der unsicheren Börsensituation. Die Erträge im Wertpapiergeschäft lagen mit 15,4 Mio. Euro um 5,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Insgesamt gab der Provisionsüberschuss um 12,4 Prozent auf 31,6 (36,1) Mio. Euro nach. Der Verwaltungsaufwand stieg um 2,7 Prozent auf 68,5 (66,8) Mio. Euro.

Der Return on Equity auf Basis des Periodenüberschusses lag bei 10,2 nach 10,8 Prozent. Die Cost-Income-Ration (CIR) verbesserte sich von 53,4 auf 49,7 Prozent.

Wachstumsmotor bei der Bilanzentwicklung waren Kundenforderungen, die um 333 Mio. Euro zunahmen. Insbesondere die Finanzierungen für den Mittelstand seien deutlich gestiegen, so die BTV. Die BTV verfüge jederzeit über ausreichende Liquidität und habe anderen Banken überschüssige Liquidität zur Verfügung stellen können. Dadurch stiegen die Forderungen an Kreditinstitute um 296 Mio. Euro auf 843 Mio. Euro. Die Kundeneinlagen stiegen um 5,5 Prozent auf 5,16 Mrd. Euro.

Die anrechenbaren Eigenmittel betrugen 612,4 Mio. Euro. Gegenüber dem gesetzlichen Mindesterfordernis von 472,7 Mio. Euro entspreche dies einer Überdeckung von 30 Prozent, so die BTV. Das Kernkapital betrug 384,3 Mio. Euro, das entspricht einer Kernkapitalquote von 6,78 Prozent. Die Eigenmittelquote erreichte 10,86 Prozent und lag damit deutlich über dem gesetzlichen Mindesterfordernis von acht Prozent. (APA)

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