Arbeiterkammer bemängelt Lehrstellen- und Schulplatzmangel

21. November 2008, 09:06
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Umfrage: Jede dritte Familie mit Kind zwischen 14 und 17 Jahren betroffen - Ein Viertel der Befragten hat keine oder nicht dem Wunschberuf entsprechende Stelle gefunden

Wien - Jede dritte Familie in Österreich mit einem Kind zwischen 14 und 17 Jahren hat Probleme, für den Nachwuchs die gewünschte Lehrstelle oder einen Platz in einer berufsbildenden Schule zu bekommen. Das geht aus einer von der Arbeiterkammer (AK) in Auftrag gegebenen Studie unter 800 befragten Eltern hervor. "Unsere Umfrage zeigt, wie dringend wir in Österreich jetzt Zukunftsinvestitionen in die Bildung und Ausbildung unserer Kinder brauchen", sagte dazu AK-Präsident Herbert Tumpel in einer Aussendung am Donnerstag.

Keine Chance auf Wunschberuf

Tumpel forderte die kommende Regierung auf, die im Jugendbeschäftigungspaket "vereinbarten" 15.000 überbetrieblichen Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen und 3.000 zusätzliche Plätze an den berufsbildenden Schulen zu schaffen.

Laut Schätzungen der AK haben 35.200 Familien (25 Prozent der Befragten) in den vergangenen drei Jahren entweder überhaupt keine oder keine dem Wunschberuf entsprechende Lehrstelle für ihr Kind gefunden. Weitere 15.500 Familien (elf Prozent) fanden nach der Hauptschule oder AHS-Unterstufe für ihr Kind keinen Platz an einer berufsbildendenden Schule für die gewünschte Ausbildung.

Am Donnerstag haben im Bildungszentrum der AK in Wien die L14-Bildungs- und Berufsinformationstage begonnen, bei denen 13- bis 14-Jährige noch bis Samstag über ihre weiteren Lernmöglichkeiten nach Abschluss der Hauptschule, der Kooperativen Mittelschule (KMS) oder der AHS-Unterstufe informiert werden. (APA)

 

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